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Regional Straßenmusik in Dresden muss ab sofort genehmigt werden – Erlaubnis kostet 25 Euro
Nachrichten Kultur Regional Straßenmusik in Dresden muss ab sofort genehmigt werden – Erlaubnis kostet 25 Euro
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17:58 09.09.2015
Straßenmusiker Michael Pritzke, aufgenommen auf der Münzgasse in Dresden. Quelle: Martin Förster
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„In der Dresdner Innenstadt hat die Nutzung des öffentlichen Straßenraumes durch Straßenmusiker und Straßenkünstler in den vergangenen Jahren stark zugenommen, da an jeder Stelle der Innenstadt musiziert werden konnte. Allerdings haben auch die Beschwerden der Anwohner, von ortsansässigen Gewerbetreibenden und Touristen, die sich zunehmend belästigt fühlten, stark zugenommen“, begründet Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, die Entscheidung. „Eine Differenzierung zwischen künstlerischen Darbietungen und bloßer Lärmbelästigung fand nicht statt. Es ist deshalb erforderlich, Regeln für die Nutzung des öffentlichen Straßenraumes der Innenstadt für Straßenmusik und Straßenkunst aufzustellen und die Einhaltung auch zu kontrollieren“, so Koettnitz weiter.

So muss nun ab dem 27. Mai jeder Straßenmusiker eine sogenannte Sondernutzungserlaubnis vorweisen können. Nach Aussage des Straßen- und Tiefbauamtes seien die Straßenmusiker darüber bereits mit Flugblättern informiert worden. Auf der Internetseite der Stadt wurde ein Informationsblatt über die das Genehmigungsverfahren, die Antragstellung und die notwendigen Unterlagen veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es einen Lageplan, der die Plätze, auf denen musiziert und sich künstlerisch betätigt werden darf, festlegt. Gespielt werden darf beispielsweise an der Prager Straße, am Kulturpalast, am Neustädter Markt oder am Neumarkt. Klavierspieler dürfen nur noch auf der Hauptstraße in Höhe der Markthalle in die Tasten hauen.

Hier dürfen Künstler auftreten: Musiker (PDF, 619 KB), Straßenkünstler (PDF, 291 KB), Straßenmaler (PDF, 262 KB)

25 Euro kostet die Sondernutzungsgenehmigung, die in jeder Woche aus neue beantragt werden muss, bei CD-Verkauf kommen 2,20 Euro pro Tag hinzu. Derselbe Preis gilt auch für andere Künstler, wie etwa Straßenmaler. Alle Formulare sind auch im Straßen- und Tiefbauamt auf der St. Petersburger Straße 9 erhältlich. Hier müssen die ausgefüllten Unterlagen auch abgeben werden. Das geht allerdings nur montags von 8.30 Uhr bis 10 Uhr.

Doch auch mit Sondergenehmigung kann zukünftig nicht einfach losgespielt werden. Das Musikmachen an Sonn- und Feiertagen ist generell verboten. Von 11.30 bis 20 Uhr darf beherzt in die Saiten gegriffen werden. Allerdings immer nur von der vollen zur halben Stunde, um genügend Ruhepausen zu gewährleisten. Nicht zulässig sind Schlagzeug und ähnliche Rhythmusinstrumente, Keyboards, elektronische Instrumente, Posaunen, Trompeten, Dudelsackpfeifen, Drehorgeln sowie jegliche Verstärkeranlagen.

Weitere Infos sowie Reaktionen aus der Dresdner Politik zur Entscheidung der Verwaltung lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 28. Mai.

ste / hh

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