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Stadtarchiv Dresden zeigt verborgene Schätze

Ausstellung zum Buch Stadtarchiv Dresden zeigt verborgene Schätze

1877 führt Dresden eine Debatte um ein öffentliches Wasserclosett für Damen.1914 gibt es Streit um eine Brücke über den Loschwitzgrund. Kurfürst August erlässt 1560 eine Fischverordnung. Spannend? Das Dresdner Stadtarchiv hat Schätze gehoben. Zum Buch „Verborgenes aus dem Stadtarchiv“ startet ab 4. Dezember eine Ausstellung.

Die am Montagabend im Stadtarchiv beginnende Ausstellung zu verborgenen Geschichten aus Dresden zeigt zum Thema „Öffentliche Wasserclosetts für Frauen“ einen 2013 gefundenen Klosettfuß aus dem Lingnerschloss, der aus den 1890er Jahren stammt und in New Jersey hergestellt wurde.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Was haben das teuflische Treiben von Kurfürst Moritz, ein kopfloser Reiter in der Dresdner Heide, ein Café am Orte des Anbandelns, der Pudel und Wagner, ein Wasserklosett für Damen, Chicago an der Elbe und eine Brücke über die Grundstraße gemeinsam? Sie sind Inhalt überwiegend unveröffentlichter Geschichte(n) aus dem Dresdner Stadtarchiv.

Die Idee für die bemerkenswerte Publikation stammt aus dem Jahr 2014, erklärt Projektleiterin und Vizechefin des Stadtarchivs, Carola Schauer. Inspiriert sei sie gewesen von der 2016 in Dresden anstehenden 800-Jahrfeier. Archivmitarbeiter sowie Musik-, Kunst- und Geschichtswissenschaftler hätten daraufhin einen Plan gemacht und binnen drei Jahren Kurioses, Neues und Vergessenes zusammengetragen.

Am Freitag nun wurde das Ergebnis namens „in civitate nostra Dreseden – Verborgenes aus dem Stadtarchiv“ präsentiert. Ein 170 Seiten dickes Buch mit 46 Beiträgen über Ereignisse aus acht Jahrhunderten. „Die Kür zur Pflicht“ schwärmte Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Auch Stadtarchivdirektor Thomas Kübler ist begeistert vom Ergebnis. Das mit 30 000 Euro gesponserte Buch, das zunächst in einer Auflage von 750 Exemplaren gedruckt wurde, sei für 35 Euro in seinem Haus zu haben, sagt er. Mit Blick auf sage und schreibe 21 338 Dresden-Publikationen auf dem Büchermarkt habe er darauf verzichtet, die üblichen Vertriebswege einzuschlagen, so Kübler. Geschichtsinteressierte Dresdner fordert er auf, sich am 4. Dezember im Gebäude auf dem Gelände der Heeresbäckerei einzufinden. Dann nämlich werde um 19 Uhr das aufwändig gestaltete Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Clou: Parallel startet eine Sonderausstellung zum Buch.

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Gemeinsam mit Gastautoren haben Mitarbeiter des Dresdner Stadtarchivs bislang unbekannte Geschichten aus Dresden aufbereitet. Entstanden ist ein aufwändiges Buch, das nun, begleitet von einer Sonderausstellung, zu haben ist.

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Das, so Kuratorin Annemarie Niering, sei tatsächlich ein Novum, denn normalerweise laufe es andersherum. Nun könnten Besucher des Archivs bis zum Ausstellungsende im März 2018 ausgewählte Einzelstücke, Modelle und Urkunden zu sechs Themenbereichen wie Innovation, Kriminalität und Provokation bewundern. Von Januar an gebe es zudem eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen.

Öffnungszeiten: Mo/Mi: 9 bis 16 Uhr, Die/Do: 9 bis 18 Uhr, Freitag: 9 bis 12 Uhr. Führungen nur nach Anmeldung. Der Besuch der Sonderausstellung und die Veranstaltungsreihe sind kostenfrei. Die Publikation „in civitate nostra Dreseden“ ist sowohl online als auch am 4. Dezember 2017 und im Ausstellungszeitraum im Stadtarchiv für 35 Euro erhältlich.

http://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv.php

Von Barbara Stock

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