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Regional Sol Gabetta Ehrengast bei den Dresdner Philharmonikern
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23:36 09.09.2015
Die Dresdner Philharmonie bleibt weiterhin ein "Wanderzirkus" (Archivbild). Quelle: Dietrich Flechtner
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Mit dem Spanier José María Sánchez-Verdú wurde zudem ein „Composer in Residence“ verpflichtet, wie die Philharmonie am Mittwoch bei der Vorstellung ihrer 145. Spielzeit mitteilte. Sánchez-Verdú, in dessen Schaffen Klanginstallationen und Werke für bestimmte Räume eine große Rolle spielen, komponiert zwei Auftragswerke für die Dresdner. Auch der Schweizer Daniel Schnyder und der Deutsche Torsten Rasch sind mit Uraufführungen vertreten.

Außer Chefdirigent Michael Sanderling, der nach einer Vertragsverlängerung noch mindestens bis 2019 bei der Philharmonie am Pult steht, leiten unter anderen Markus Poschner, Bertrand de Billy, Peter Schreier, Simone Young und Gennadi Roschdestwenski das Orchester. Solisten sind beispielsweise der Pianist Igor Levit, die Geigerinnen Antje Weithaas und Sophia Jaffé sowie ihr Kollege Wadim Gluzman. Der Pianist und Komponist Fazil Say ist Solist bei seiner 2. Sinfonie „Mesopotamia“, die damit ihre deutsche Erstaufführung erlebt und eine musikalische Brücke zwischen türkischer Musik, Jazz und europäischen Klängen schlägt.

Die Philharmonie ist schon seit mehreren Jahren ohne feste Spielstätte, weil der Kulturpalast umgebaut wird. 2017 sollen die Musiker einen akustisch hochwertigen Saal beziehen. Nach Angaben von Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau liegt der Umbau der Spielstätte im Zeitplan. Auch finanziell drohe kein Ungemach. Im Frühjahr 2017 werde die Philharmonie einen bespielbaren Saal haben, im Herbst eine Konzertorgel, sicherte er zu. Für das Instrument wird derzeit noch Geld gesammelt. Der Förderverein des Orchesters hat für die Orgel bereits mehr als 900 000 Euro gesammelt. Ziel ist die Marke von einer Million Euro, die Stadt will 300 000 Euro dazulegen.

Insgesamt sind in der Saison 2015/2016 mehr als 160 Konzerte geplant. Dabei werden Werke von 89 Komponisten aufgeführt. Für die neue Intendantin Frauke Roth ist es die erste komplette Spielzeit. Die Philharmonie legt neue Formate auf, um mehr Musikliebhaber an das Orchester zu binden. Bei der Reihe „Philharmoniker packen aus“ stellen Musiker sich und ihre Instrumente auf unterhaltsame Weise vor. Ein Mammutvorhaben läuft schon. Sanderling und die Philharmonie wollen bis 2020 alle Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch und Ludwig van Beethoven einspielen. Die erste CD soll im Herbst dieses Jahres erscheinen.

dpa

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