Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Satire in Gebärdensprache: Breschke & Schuch spielen mit Dolmetscher
Nachrichten Kultur Regional Satire in Gebärdensprache: Breschke & Schuch spielen mit Dolmetscher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:23 09.09.2015
Manfred Breschke hinter Thomas Schuch. Quelle: PR
Anzeige

Dabei stehen die zwei Übersetzer jedoch nicht einfach nur daneben. "Die Veranstaltung hat eine ganz seltsame Dialektik", weiß Manfred Breschke schon jetzt, nach den ersten Proben. Er und Thomas Schuch spielen miteinander, aber auch im Dialog mit den zwei diplomierten Dolmetschern Andreas Mischke und Sindy Christoph, die mit ihren Gebärden die Komik der Situation teilweise schneller/bessern transportieren als das Duo Breschke/Schuch. "Die Gebärdensprache macht die Emotionalität der Sprache für alle sichtbar", erklärt Breschke. Eine besondere Erfahrung sei das für sie und auch für das hörende Publikum, denn auch für diese ist die Veranstaltung geeignet und gedacht.

"Wir machen ein Programm für jeden, ob hörend oder gehörlos", meint Gebärdensprachdolmetscher Mischke. Statt immer Sonderveranstaltungen anzubieten, sollte es Normalität sein, dass ein Gebärdensprachdolmetscher dabei ist. Durch den Gewöhnungseffekt würden Hörende mit der Zeit durch die Gebärden weniger abgelenkt, als es in der Aufführung sein wird und ein bisschen auch gewollt ist.

Das Simultandolmetschen eines Kabarett-Programms ist für die zwei Übersetzer etwas Besonderes. In ihrer Arbeit müssen sie üblicherweise nicht darauf achten, wo auf der Bühne sie stehen, und auch keine Geräuschkulisse gebärdensprachlich interpretieren. Mischke und Christoph gehören zum Dresdner Netzwerk für Gebärdensprachdienstleistungen "vigevo".

Wenn es gut läuft, könnten solche Veranstaltungen regelmäßig angeboten werden, davon sind Mischke und die Kabarett-Leitung überzeugt. Der Plan zu diesem ersten Versuch wurde im vergangenen Jahr nach dem Neujahrsempfang einer Dresdner Partei geschmiedet. Diese hatte zur allgemeinen Barrierefreiheit Mischke als Dolmetscher engagiert und auch Breschke & Schuch, die kleine Sketche spielten. Die Simultanübersetzung kam beim Publikum überaus gut an. Der erste Versuch "Kann Verkehr denn Sünde sein?" mit Gebärdensprachdolmetschern wird am 7. Februar um 15.30 Uhr gestartet. Tickets kosten 15 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2015

Franziska Schmieder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Hegenbarth-Künstlerstipendiaten des Jahres 2014 sind vorgestellt, deren vielversprechende Portfolios sich aus über 40 Bewerbungen hervorgetan hatten.

25.06.2018

Am morgigen Sonntag wird sie 85 Jahre, trotzdem strahlt Ursula Rzodeczko mit jugendlich wirkendem Gesicht, als sie über ihr Künstlerleben spricht. Es gibt noch Reibungen, die sie jung erhalten.

19.06.2018

Wer vor sieben Jahren daran gedacht hätte, dass in der so frisch wie mutig gestarteten Veranstaltungsreihe Feature-Ring einmal das 50. Konzert ausgerichtet werden würde, wäre vermutlich ungläubig belächelt worden.

09.02.2018
Anzeige