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Referenz an Dresden und seine Künstler: 15 Jahre Kunstausstellungen in der Sächsischen Landesärztekammer

Referenz an Dresden und seine Künstler: 15 Jahre Kunstausstellungen in der Sächsischen Landesärztekammer

Aus Anlass der 15 Jahre währenden Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit der Sächsischen Landesärztekammer wird eine repräsentative Auswahl ihrer über diesen Zeitraum entstandenen Kunstsammlung unter dem Titel "Von Adam bis Zielonka" gezeigt.

Gleichzeitig erschien ein interner Bestandskatalog mit Arbeiten aller dort vertretenen Künstler. Für viele der in Dresden und Umgebung lebenden Kunstschaffenden ist die Tätigkeit der Landesärztekammer eine gute Möglichkeit, sich öffentlich zu präsentieren und durch Ankauf in die umfangreiche Sammlung aufgenommen zu werden. Die nun im Foyer im 2. und 4. Obergeschoss ausgestellten Arbeiten ergeben einen repräsentativen Querschnitt der Sammlung und ermöglichen gleichzeitig einen Überblick über die Dresdner Kunst, über Künstler von Rang und Namen, aber auch eher Unbekannte, die durch die Qualität ihrer Arbeit überzeugen.

Die Idee, im Kammergebäude der sächsischen Ärzteschaft Künstlern einen Ort der Begegnung und Bekanntmachung zu schaffen, entstand mit Beginn der Planungen dafür. Inzwischen sind die regelmäßigen Konzerte und Kunstausstellungen eine feste Größe im Dresdner Kunstgeschehen. Der Vorstand und die ehemalige Geschäftsführerin der Ärztekammer Dr. Verena Diefenbach brachten die Sammlung auf den Weg. Im Jahr 1999 begann die Arbeit von Dr. Ingrid Koch, die seitdem die Sammlung betreut und die Ausstellungen (inzwischen 86) kuratiert, nicht ohne breites positives Echo in der Dresdner Künstlerschaft und ihren öffentlichen Vertretungen. Aus 106 Kunstwerken von 63 Künstlern wurde für die Ausstellung ein Drittel ausgewählt, das repräsentativ für die Sammlung ist. Das imposante Dresden-Panorama von Siegfried Klotz im Foyer bestimmt mit seinem Blick von der Frauenkirche den Tenor der Ausstellung mit einer Referenz an die Stadt. Es scheint, als seien alle Handschriften, die für die Dresdner Kunst wichtig waren, ideal zusammengefasst.

Mittelpunkt der Ausstellung sind existenzielle Themen wie Liebe, Geburt, Mutterschaft, Krankheit, Krieg, Gewalt und Tod, die von Reinhard Springer mit seinem "Reigen II" (1994) über Hubertus Giebes "Das Gehäuse" (1995), Claus Weidensdorfers "Gewalt"(2002), Andreas Dress "Zwischenwelt" (1995/96/98), Gudrun Trendafilovs "Draußen" (2009), Gerda Lepkes "Figur/Tänzer" (1992), Heike Wadewitz "Das Tier" (2008) bis hin zu Katharina Kretschmers Frauenbild "Trauer" (1999) reichen. Traditionelle Mythen haben Leonore Adler in "Hexensabbat" (1992), Angela Hampel in "Phönix" (2005/06) und Wolfgang Mattheuer in "Sisyphos behaut den Stein"(1973) mit modernem Bezug verarbeitet. Realistische, surreale und allegorische Landschaften von Ulrich Eisenfeld ("Abendsonne über dem Fluss", (2003), Peter Graf (o. T. nach einer Landschaft von Böcklin), Steffi Deparade-Becker ("Spiegelung", 2005), Siegfried Adam ("Vision II", 1993) und Almuth-Sophia Zielonka ("Die Fabrik mit dem Papierboot", 2005) ergänzen die Ausstellung. Von den Konstruktiv-Abstrakten sind u. a. Karl-Heinz Adler mit "Anfang und Ende, Ende und Anfang"(1999), Gerd Küchler mit "Blauer Widerstand" (2004) und Bernd Hahn mit "Auf Rot" (2006) vertreten.

Die Initiative der Landesärztekammer ist eine beispielhafte Referenz an Dresden und seine Künstler. Durch die breite Öffentlichkeitsarbeit und private Ankäufe getragen, ist hier ein Zentrum für Kunst entstanden, das neben den Dresdner Museen und Galerien zu einem kulturellen Anziehungspunkt der Stadt geworden ist.

bis 25. November, Sächsische Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, Tel.: 0351/ 82670, geöffnet Mo-Fr 9-18 Uhr

www.slaek.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2012

Heinz Weißflog

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