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Regional Ostrale Dresden zeigt mehr als 1000 Kunstwerke zu „re_form“
Nachrichten Kultur Regional Ostrale Dresden zeigt mehr als 1000 Kunstwerke zu „re_form“
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17:17 26.07.2017
Mit der 11. Ausgabe der Ostrale Dresden unter dem Titel „re_form“ beginnt die Zukunft der Internationalen Ausstellung Zeitgenössischer Künste als Biennale. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

„Es geht um das aktuelle Thema Reform - der Kultursysteme in Europa, aber auch in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft“, sagte Leiterin Andrea Hilger am Mittwoch. Der Rundgang reicht von Altmeisterlichem bis zu Visionen von 500 Jahre nach 2017. Erstmals gibt es auch einen Audioguide für Blinde und Sehbehinderte samt App, mit der Werke von 27 Künstlern erlebbar sind.

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Mauerspringer, Automatik-Shopping, toter Seemann: Die Internationale Ausstellung Zeitgenössischer Künste Ostrale Dresden vereint vom 28. Juli bis zum 1. Oktober über 1000 Werke aus 26 Ländern.

In ehemaligen Futterställen und Heuboden des alten Schlachthofs mischen sich Positionen bekannter Künstler wie Bildhauer Peter Makolies oder Maler Stefan Plenkers mit denen von Newcomern und jungen Künstlern, auch aus Georgien, Weißrussland oder der Ukraine. Die Spanne reicht von verstörenden Gemälden oder einer Stuhlparade mit Tier- und Politikerporträts bis zu einem Video des 82-Jährigen Keiichi Tanaami, dem Altmeister der japanischen Pop-Art, oder einem motorisierten Einkaufswagen, der wie beim Flaschendrehen in einem Kreis aus Supermarktregalen rollt.

Der Spanier Fernando Sánchez Castillo ist mit seinem neuen Projekt „Mauerspringer“ zurück in Dresden. 2015 hatte er das Albertinum mit 5000 Figuren des „Tank Man“ bevölkert, der sich 1989 in Peking den Panzern entgegenstellte. Nun türmte er 2500 graue Männchen auf ein Podest, inspiriert von dem Bild des DDR-Soldaten, der 1961 als Erster über die im Bau befindliche Berliner Mauer gen Westen flüchtete. Die Besucher sollen seine Mauerspringer „in die Freiheit“ schicken und Fotos davon posten.

Der 11. Jahrgang der Ausstellung kann dank finanzieller Unterstützung auch aus der privaten Wirtschaft über die Bühne gehen. Sie steuerte mehr als 150 000 Euro und damit fast ein Drittel des Etats bei, wie Künstler und Kurator Detlef Schweiger erklärte. Künftig findet die Schau nur noch alle zwei Jahre statt - als Biennale zeitgenössischer Künste. 2018 werde das Ostrale-Team für Europas Kulturhauptstadt Valletta (Malta) die dortige Präsentation zeitgenössischer Kunst organisieren, sagte Hilger.

dpa

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