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Olaf Schubert verbessert in Dresden-Hellerau die ARD

Olaf Schubert verbessert in Dresden-Hellerau die ARD

Nach vier Folgen von "Olaf verbessert die (MDR-)Welt" im zurückliegenden Jahr wartet nun der große deutsche Verbundsender auf Programmverbesserung.

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Austrias Next Topmodel 2009, jetzt Schauspielerin Larissa Marolt, Olaf Schubert und die Kiezgröße Kalle Schwensen (v.l.).

Quelle: Dietrich Flechtner

Erfolg kostet Opfer. Das Erste übernimmt die Show, was ihr auch beim Live-Eindruck der Zuschauer vor Ort sichtlich gut tut. Dabei bleibt der Markenkern erhalten: Olaf Schubert hat ein aktuelles Witz-Potpourri parat, geißelt sein Personal - Bert Stephan als Aufpasser hoch oben im Büro, Steffen Barkas als Gitarrist im Kleingarten und Klaus Magnet betreut in einem fast magentafarbenen Glitzerkostüm die Geladenen - und unterhält seine Gäste, wobei diese manchmal nicht recht zu wissen scheinen, worauf sie sich einlassen.

Lief der Showstart vor knapp einem Jahr noch reichlich aus dem Ruder, wobei sich im Live-Chat zur Sendung gar eine "Karola Wille" um 23.15 Uhr einschaltete: "Manchmal frage ich mich wirklich, was wir hier abliefern. Olaf hilf!" Um drei Minuten später zu fordern: "Oh mein Gott, ich erkläre die Sendung hiermit für beendet." Der Sender versicherte damals auf Nach-frage, dass dies keinesfalls die Inten-dantin selbst gewesen sei. Drei Folgen später haben alle Beteiligten viel gelernt. Vor allem ist es nun keine Live-Show (mit Live-Chat) mehr, sondern sie wird im Vorfeld aufgezeichnet. Das birgt neben dem Aufwand und der Chance der verbessernden Nachproduktion auch das Risiko der Unterbrechung bei Missglück. Doch der Probencharakter, der ja auch Charme haben kann, wurde diesmal nur selten deutlich, an beiden Abenden wurde stringent durchgezogen: Rund 45 Minuten lustigem Warm-up folgten 75 Minuten Show plus anschließende Gelegenheit für Selfies mit lockeren Stars. Das spricht für gute Vorbereitung, obwohl man dem in Bühnenimprovisation versierten Schubert-Quartett Unsicherheiten sowieso kaum anmerkt. Außerdem wurde die Kulisse abgespeckt, gibt es nur noch einen normalen Aufzug im Hintergrund zum Gästeeinschweben.

Während sich der Montagabend, der am 19. März ausgestrahlt wird, dem Schulwesen widmet und zu diesem Behufe schon im Dezember das Marie-Curie-Gymnasium per Dreh und Ausnahmezustand zu "Schuberts Schule" wurde und live TV-Shootingstar Jan Böhmermann kräftig Paroli bot, war am Dienstag das Thema Liebe vorgesehen - als ARD-Startbonbon für den 19. Februar. Lustigerweise war die Stimmung am Montag ausgelassener als am Dienstag.

Doch der dafür und fürs Farbfernsehen optimale Stargast Nina Hagen musste über Nacht wegen Krankheit absagen, was erst nach dem Warm-up von Olaf Schubert selbst verkündet wurde, aber keine Proteste im Saal und nur einen danach hervorrief. So wurde Larissa Marolt, einst Austrias allererstes "nächstes Topmodel", rasch nachnominiert und eingeflogen. Sie war dreimal auf dem Cover von "Madonna" und vor einem Jahr bei RTL ein realer Raushol-Star. Daher kannte sie keiner. Ihr zur Seite wurde aus Hamburg die Kiezgröße Kalle Schwensen gesetzt, beide agierten solide, setzten aber kaum witzige Akzente.

Schöner die Idee des Paarungsversuches, deren Versuchskarnickel sich Schubert als analoger Singlebörsenbetreiber aus der Stadt mitbrachte: Friederike ("rattenscharfe Supermaus") und Nils ("Nils"), beide vorher Single, wurde zum Kerzenlicht-Abendbrot mit Leberwurststullen in eine "Balz-Baracke" verfrachtet, ab und an live verhört oder per Kamera zugeschaltet. Ob das klappte, sieht man (nicht) in der Sendung.

Zweimal fast 400 sichtlich zufriedene Live-Gäste, vorm nächsten Besuch kann man beide Sendungen sehen - jeweils auf eine Dreiviertelstunde verdichtet. Kann gut werden.

"Olaf verbessert die Welt!" am 19.2. und 19.3. (je 22.45 Uhr) in der ARD, als Liveshow in Hellerau wieder am 25./26. März (je 19.30 Uhr)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2015

Andreas Herrmann

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