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Ohne Förderverein Militärhistorisches Museum gäbe es manches Exponat nicht

Ohne Förderverein Militärhistorisches Museum gäbe es manches Exponat nicht

Wenn Enthusiasten wie Richard W. Hafemann in den Gängen des wiedereröffneten Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden unterwegs sind, haben sie allen Grund stolz zu sein.

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Richard W. Hafemann steht vor einem Porträt von Friedrich August I. von Sachsen, dessen Restaurierung der Förderverein finanzierte.

Quelle: Andor Schlegel

Von christoph stephan

Denn während solch eines Rundgangs stoßen sie auf so manches Exponat, von dem sie genau wissen, dass es ohne Zutun ihres Vereins wohl nicht dort stehen oder hängen würde. Dies gilt etwa für jenes Gemälde, das Friedrich August I. von Sachsen (1750-1827) zeigt, einen König von Napoleons Gnaden.

Die Rede ist vom Förderverein Militärhistorisches Museum, der vor einigen Tagen sein zehnjähriges Bestehen feierte. Dessen 140 Mitglieder aus ganz Deutschland machten die kostspielige Restaurierung des Friedrich-Bildes möglich. Der Verein übernahm unter anderem auch die Kosten für die Restaurierung eines silbervergoldeten Tafelaufsatzes für königliche Banketts.

"Wir sind kein Militär- oder Traditionsverein im klassischen Sinne", betont Hafemann, der Erste Vorsitzende des Fördervereins. "Wir verstehen uns als Multiplikator des Museums in den unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft. So findet sich unter unseren Mitgliedern ein Generalleutnant ebenso wieder wie ein Zahnarzt, ein Wissenschaftler ebenso wie ein Schlosser."

Hauptziel des Vereins ist es, die Ausstellungen und Veranstaltungen des Militärhistorischen Museums, etwa die Reihe "Forum Museum" mit prominenten Gästen, zu fördern und die Finanzierung neuer Exponate und Leihgaben zu ermöglichen. "Wir selbst finanzieren uns aus den Beiträgen unserer Mitglieder und aus Spenden. Manchmal bekommt unser Verein aus Nachlässen Schenkungen, die wir zwar aus eigener Kraft restaurieren lassen, aber dann dem Museum zur Verfügung stellen. Bei uns verbleibt nichts", sagt Hafemann. Innerhalb des Fördervereins gibt es vier feste Arbeitsgruppen. Die erste bündelt militärhistorisch Interessierte, die sich zum Beispiel intensiv mit der Geschichte einzelner Regimenter befassen.

Die zweite Gruppe "Militärtechnik" trifft sich einmal im Monat samstags und repariert Fahrzeuge des Militärhistorischen Museums. "Ich finde es bemerkenswert, wie viele Menschen hier schon über Jahre hinweg einen Teil ihrer Freizeit opfern", meint Hafemann. Der dritte Arbeitskreis "Rubesch", benannt nach der sowjetischen mobilen Raketenstartrampe, repariert ebenfalls, allerdings keine Fahrzeuge sondern Raketen. Schließlich trifft sich ein letzter Teil des Fördervereins regelmäßig auf dem im Alberthafen liegenden Binnenminensuchboot "Atlantis", um den Kontakt zu Amateurfunkern in aller Welt zu pflegen.

Solch eine Themenpalette erweckt womöglich den Anschein, dass sich der Förderverein Militärhistorisches Museum aus einem eher älteren Klientel heraus rekrutiert. Doch das ist laut Hafemann ein Trugschluss. "Wir haben auch viele jüngere Mitglieder, einer ist zum Beispiel erst Anfang 20." Für den Verein engagiert sich übrigens auch ein prominentes Gesicht: der ehemalige Bundesminister Rainer Ortleb.

Kontakt zum Förderverein unter Tel. 44 96 116 oder per E-Mail rwh-dresden@email.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2012

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