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Österreicher ehren Dresdner Schauspieler Claudius Körber mit dem Nestroy-Publikumspreis

Österreicher ehren Dresdner Schauspieler Claudius Körber mit dem Nestroy-Publikumspreis

Ein Dresdner hat die österreichischen Theaterfans erobert: Der Schauspieler Claudius Körber ist am Montagabend in Wien mit dem Nestroy-Publikumspreis ausgezeichnet worden.

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Claudius Körber als Karl Roßmann in "Amerika" nach dem Roman von Franz Kafka (Regie: Viktor Bodó) am Schauspielhaus Graz.

Quelle: Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz

Die Jury-Nominierungen zu dieser Ehrung wurden Anfang Oktober bekanntgegeben. Online und via Postkarte konnte dann abgestimmt werden, der Preisträger wurde schließlich im Rahmen einer Gala in der Halle E des Wiener Museumsquartiers geehrt.

Claudius Körber kam 1982 in Dresden zur Welt. Nach einem Auslandsjahr in Neuseeland und Australien nahm er an einem "method-acting"-Workshop bei Susan Batson teil und besuchte von 2003 bis 2007 das berühmte Max-Reinhardt-Seminar in Wien. An eben diesem wirkte der junge Schauspieler in zahlreichen Produktionen mit, darunter in "Die Arabische Nacht", "Richard III" , Die Wände" und "0°", und er war 2007 u. a. in "Der Ubu-Komplex" von D. Maayan am Schauspielhaus Wien zu sehen. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Claudius Körber Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses Graz.

Derzeit spielt er dort in "Amerika" nach dem Roman von Franz Kafka, daneben gibt er den Wagner und Kanzler in Peter Konwitschnys "Faust"-Inszenierung und steht in Georges Feydeaus "Floh im Ohr" auf der Bühne. In der Spielzeit 2011/12 war Claudius Körber zudem in der Uraufführung von Daniel Kehlmanns "Geister in Princeton" als Kurt Gödel besetzt.

2011 hat seine Hamlet-Darstellung so begeistert, dass er für den Nestroy-Nachwuchspreis nominiert wurde, die Jury urteilte: "Sein Dänenprinz ist kein gedankenverlorener Träumer, auch kein Königssohn. Claudius Körber spielt Hamlet im 21. Jahrhundert, als einen neurotischen, zu früh ins Erwachsensein gestoßenen Rebellen, Rächer am Mord seines Vaters. Er ist ein Zerrissener, der klug abwägt, kein Zauderer. Angeekelt von den dreisten Geschäften der Altvorderen, sagt er ihnen den Kampf an, wohl ahnend, dass Wahrheit und Gerechtigkeit in dieser Welt der Schurken keinen Platz haben."

Mit dem Nestroy-Preis werden seit dem Jahr 2000 herausragende Leistungen an den Wiener und den anderen österreichischen Bühnen ausgezeichnet. Dazu gehören auch Eigenproduktionen der Frühjahrs- und Sommer-Festivals (Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele). Um zu dokumentieren, dass sich das österreichische und speziell das Wiener Theater als Teil der deutschsprachigen Theaterwelt versteht, wird der Preis für die "Beste Aufführung" überregional vergeben.

In diesem Jahr hat der Schriftsteller Daniel Kehlmann den Autorenpreis für sein Stück "Geister in Princeton" erhalten. Die Uraufführung des Bühnenerstlings im Schauspielhaus Graz, in der auch Körber zu erleben ist, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Der österreichische Schauspieler und Theaterregisseur Karlheinz Hackl wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Bester Schauspieler wurde der Saarländer Joachim Meyerhoff, dessen Erek in "Die Kommune" die Jury als preiswürdig befand. Dörte Lyssewski erhielt für ihre Rolle in "Endstation Sehnsucht" im Wiener Burgtheater den Preis für die beste Schauspielerin. Der "Nestroy" für die beste deutschsprachige Aufführung ging an Stefan Bachmanns Inszenierung von Elfriede Jelineks "Winterreise" im Akademietheater.

Der jährlich vergebene, undotierte Nestroy-Preis gilt inzwischen als eine der wichtigsten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2012

-ße

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