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Regional Obstlehr-Doppelstunde: Dekadance in Dresdens Scheune
Nachrichten Kultur Regional Obstlehr-Doppelstunde: Dekadance in Dresdens Scheune
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17:30 09.09.2015
Dekadance spielten in der Scheune. Quelle: Dietrich Flechtner

Tatort, die Rock- und Blueshöhle Tante JU am oberen Rande der Stadt, die mit Pankow (am Freitag) und Dekadance (am Sonnabend) ein großartiges Wochenende mit rund neunhundert Besuchern erlebte - und Doppel-Gängern eine lustige wie sentimentale Reprise in Grenzbereiche der DDR-Zensur ermöglichte.

Eigentlich heißt das neue Programm "Obst against Gemüse" und ist dem Kampf einer Sebnitzer Banane (Bert Stephan an Mikro und Trompete) gegen eine verschrumpelte Möhre (Hansi Noack an Geige und Mikro) gewidmet. Dieser Grundgedanke, garniert mit netten Kostümen - auch für fünf Gärtner - wird wie gewohnt in Verbalattacken gegen den "blutigen", aber vitalen Geiger geritten und von einer hohen Zoten-Quote, davon die Mehrheit bewusst unter die Gürtellinie zielend, begleitet. Musikalisch wird seitens des Obstlers der Sächsischen Schweiz als Ursprungsgegend von Blues, Samba und Reggae gehuldigt.

Dresden war dritte Station der Tour 2014/15, die bis Mitte April bislang 13 Haltepunkte vorsieht und bei der statt Gabi Schubert ersatzweise Astrid Kumbernuss am Schlagzeug agiert. Sie bietet - ebenso wie alle anderen, die sich Black-, White- oder Feuer-Buster (Posaune, Saxophon, Gitarre) oder Tom Götze (Bass) nennen - ein furioses Solo an. Alles und die Zugaben sind musikalisch von hoher Qualität. Nach der traditionellen Schlussnummer "My Home is my Castle", auf die Live-Scheibe "Peace Light" 1992 gebannt, ist Steigerung undenkbar.

www.dekadance.de; www.eimerverkauf.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.11.2014

Andreas Herrmann

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