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Regional Neues Album, neuer Sound: Der Dresdner Rapper Aaron Scotch im Interview
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17:17 09.09.2015
"Facettenreich. Authentisch. Zeitgemäß" - Aaron Scotch ist nach drei Jahren Schaffenspause mit einem neuen Album am Start. Quelle: Aaron Baumgärtel

Sein Debüt "Unterschätzt" von 2008 war nach nur wenigen Wochen ausverkauft. Mit "In den Wolken" bringt der Dresdner Rapper nach dreijähriger Schaffenspause ein neues Album in die Spur.

Dein letztes Album hast du 2011 veröffentlicht. Am 23. Januar erschien nun "In den Wolken". Warum hat es drei Jahre gedauert?

Nach "Erinnerungen" von 2011 hatte ich das Gefühl, mich nicht sonderlich weiterentwickelt zu haben. Ich habe eine Pause von drei Jahren eingelegt, um zu schauen, was ich in Zukunft machen möchte. Ich war ideenlos, der Sound hat mir nicht mehr gefallen. Ich erfand mich quasi neu, um dann noch ein paar Schippen draufzulegen und von vorne anzufangen.

Was verbirgt sich hinter dem Titel "In den Wolken"?

Das ist eine Metapher dafür, dass ich ein Träumer bin. Ich habe Träume, an denen ich mich festhalte, die ich nicht loslasse. Je weiter ich davon entfernt bin, umso mehr halte ich mich daran fest.

Hast du einen persönlichen Lieblingstrack?

Einige. Auf jeden Fall "Ich will mehr". Das ist ein Lied für meine Eltern. Ich wollte unbedingt einen Song für meine Eltern machen, dabei aber nicht in dieses typische Softie-Schema verfallen, wie Tausende Rapper vor mir mit einem schön klingenden Pianobeat. Ich habe es mit einem coolen Beat und einem eingängigen Rap verpackt.

Wer hat mit dir an dem Album gearbeitet?

Hauptsächlich habe ich mit Freek van Workum aus den Niederlanden gearbeitet, der die Hälfte der Tracks produziert hat. Er baut ziemlich coole Beats und ist unheimlich zuverlässig. Mit ihm hat es extrem viel Spaß gemacht zu arbeiten.

Beschreibe deine Musik in eigenen Worten!

Facettenreich. Zeitgemäß. Authentisch. Es ist klassischer Straßenrap, der Inhalt dreht sich vordergründig um den Alltag und das Leben. Nichts ist erfunden oder übertrieben. Es wird nichts glorifiziert, wie etwa Gewalt oder Drogen. Das ist manchmal auch dabei, wird aber eher kritisch betrachtet oder ins Lustige gezogen.

Zu guter Letzt: Du hast dir in Dresden und Umgebung mittlerweile eine riesige Fanbase geschaffen. Kannst du denn von der Musik leben?

Das ist das längerfristige Ziel. Jeder der Musik macht und behauptet, dass es nicht sein Ziel ist, kommerziell erfolgreich zu sein, lügt. Beim letzten Album konnte ich etwa zwei oder drei Monate meine Miete zahlen. Das war allerdings nicht sehr schlau, denn das Geld, das man von CD's einnimmt, sollte eigentlich in das nächste Projekt investiert werden. Daraus habe ich gelernt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2015

Juliane Weigt

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