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Regional Museumskino Dresden erhält Preis der DEFA-Stiftung
Nachrichten Kultur Regional Museumskino Dresden erhält Preis der DEFA-Stiftung
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16:34 01.12.2018
Im Museumskino ist fast noch alles wie früher: Holzsitze, Projektoren mit 35-mm-Filmen und ein Gong zu Vorstellungsbeginn. Quelle: Stadtwiki Dresden, Tanja Tröger
Berlin/Dresden

Das Dresdner „Museumskino Ernemann VII B“ hat einen Programmpreis der DEFA-Stiftung bekommen. Das teilte die DEFA-Stiftung nach der Verleihung am Freitagabend mit. Die Auszeichnung würdigt die Filmauswahl des kleinen Kinos und ist mit 5000 Euro dotiert.

In dem 80 Zuschauer fassenden Museumskino in den Technischen Sammlungen werden thematische Reihen mit Filmklassikern gezeigt, etwa zu Diven der Leinwand, Utopien im Film der 1920er Jahre oder Tränen im Kino. Auch Schauspiel- und Regiegrößen wie Ingmar Bergman und Ernst Lubitsch und natürlich DEFA-Filmemacher und -Darsteller werden durch Retrospektiven geehrt. So waren beispielsweise Werke von oder mit Manfred Krug, Roland Gräf und Frank Beyer zu sehen. Ab Januar wird Regisseur Heiner Carow im Mittelpunkt stehen, der 2019 seinen 90. Geburtstag hätte feiern können. Alle Filme laufen nach einer fundierten Einführung durch Filmexperten. Für die Programmgestaltung zeichnet Maren Dose, die PR-Frau der Technischen Sammlungen, gemeinsam mit Filmwissenschaftler Karsten Fritz vom benachbarten Medienkulturzentrum, der Dramaturgin Sabine Scholze und der Regisseurin Marion Rasche verantwortlich.

Das Museumskino-Programm ergänzen seit 2016 jährliche Stummfilmtage und seit 2017 monatliche Kurzfilmabende des Deutschen Instituts für Animationsfilm.

Dresdens Kinotechnik-Dinosaurier

In Sachen Technik ist in dem 2002 eröffneten Kino der Name Programm: Die meisten Werke werden ganz klassisch von 35-mm-Filmkopien und zwei imposanten Projektoren aus dem Hause Ernemann, also aus Dresdner Produktion, vorgeführt. Damit ist das Museumskino das einzige Dresdner Kino, das überwiegend noch analoge Vorführtechnik nutzt. Die beiden schwarzen „Ernemann VII B“-Maschinen Baujahr 1954 verrichteten einst im Königsteiner Kino in der Sächsischen Schweiz ihren Dienst und werden nun durch die Technikexperten Wolfgang Gauß und Knut Wetzig bedient.

Jetzt geht es bei uns Schlag auf Schlag 😎😃 Der zweite Preis des Abends geht an das Museumskino ‘Ernemann VII B’ in den...

Gepostet von DEFA Stiftung am Freitag, 30. November 2018

Schriftstellerin Helga Schütz erhält Hauptpreis

Die Potsdamer Schriftstellerin und Dramaturgin Helga Schütz (81) ist mit dem Preis der DEFA-Stiftung ausgezeichnet worden. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis werde Schütz für ihr künstlerisches Lebenswerk verliehen, so die DEFA-Stiftung. Schütz habe über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten für die DEFA gearbeitet. „Eine langjährige berufliche und private Beziehung verband sie mit dem Filmemacher Egon Günther. Zusammen arbeiteten sie unter anderem an den Produktionen „Lots Weib“, „Wenn du groß bist, lieber Adam“, „Die Schlüssel“, „Die Leiden des jungen Werthers“ und „Stein“.“

Der mit ebenfalls 10 000 Euro dotierte Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film geht an die Filmemacherin Tamara Trampe („Bürgschaft für ein Jahr“, „Meine Mutter, ein Krieg und ich“). Den mit 5000 Euro dotieren Förderpreis für junges Kino vergab die DEFA-Stiftung an Regisseur Jan Zabeil („Drei Zinnen“).

Programmpreise gehen nach Burg und Weißensee

Die beiden anderen Programmkinopreise der DEFA-Stiftung gingen an das Burg Theater in Burg bei Magdeburg und den Verein Freunde der Freilichtbühne Weißensee e. V..

Die DEFA-Stiftung kümmert sich seit 1998 um den Erhalt der bei der DDR-Filmgesellschaft DEFA entstandenen Werke. Die Stiftungspreise werden seit 2001 vergeben. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Fatih Akin, Christian Petzold, Jutta Hoffmann und Armin Mueller-Stahl ausgezeichnet. Mit der Preisverleihung am Freitagabend in der Berliner Akademie der Künste feierte die Stiftung in diesem Jahr zugleich ihren 20. Geburtstag.

Infos zum Museumskino: http://www.tsd.de/de/mm/museumskino/

Von ttr/dpa

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