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Regional Mittelalterliche Handschrift nach 70 Jahren aus Dresden nach Polen zurückgekehrt
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17:12 09.09.2015
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universiätsbibliothek Dresden Quelle: Dominik Brüggemann
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Die deutschen Besatzungsbehörden hatten die Sammlung von Predigttexten 1944 während des Zweiten Weltkriegs aus der Bibliothek in Warschau verschleppt. „Das ist ein glücklicher Tag für die Bibliothek“, sagte Tomasz Makowski, Direktor der Polnischen Nationalbibliothek, bei der Übergabe der Handschrift am Montag. Makowski erinnerte an die schweren Kriegsschäden der Nationalbibliothek.

Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands seien die wertvollsten Bestände verbrannt worden, darunter rund 50 000 Handschriften. Auch „Sermones de tempore“ galt jahrzehntelang als zerstört. Sowjetische Truppen hatten die Handschrift nach dem Zweiten Weltkrieg nach Moskau gebracht, 1958 war sie der Dresdener Bibliothek übergeben worden. Die polnische Kulturministerin Malgorzata Omilanowska betonte, bei der Rückgabe von Beutekunst sei es zu beträchtlichen Fortschritten zwischen Deutschland und Polen gekommen. „Das ist nicht das Ende der Rückgabe von Kulturgütern“, betonte sie. Geplant sei etwa die Rückkehr einer Kirchenglocke aus dem 17. Jahrhundert aus Niedersachsen in die oberschlesische Ortschaft Czerwionka Leszczyny.

dpa

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