Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Mittelalter-Bestseller „Geheimnis der Hebamme“ kommt auf die Bühne
Nachrichten Kultur Regional Mittelalter-Bestseller „Geheimnis der Hebamme“ kommt auf die Bühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:33 05.01.2018
PK der Landesbühnen zum Stück "Das Geheimnis der Hebamme" : Hebamme Luca Lehnert und Ritter Christian, gespielt von Michael Berndt-Canana. Quelle: Dietrich Flechtner
Radebeul/ Dresden

Hebamme Marthe ist zurück in der Heimat. Die Landesbühnen Sachsen bringen die im 12. Jahrhundert spielende und bereits für die ARD verfilmte Geschichte von Sabine Ebert um die junge Heilerin und die Besiedlung von Freiberg auf die Bühne. Die Uraufführung des Stückes ist für den 8. Juni auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz geplant.

Der 600-Seiten-Roman „Das Geheimnis der Hebamme“ wurde von Dramaturgin Odette Bereska auf ein Zehntel „eingedampft“, sagte Intendant Manuel Schöbel am Freitag in Dresden „Ihr ist es gelungen, mit chirurgischer Präzision die zehn Prozent herauszufiltern, die die Essenz des Buches sind, sie hat den Kern der Geschichte wunderbar getroffen.“

Ebert ist vom Textbuch sehr begeistert und lobte die Authentizität. „Bei der Verfilmung hat es keinen interessiert, ob etwas schon erfunden war oder nicht.“ So könne nicht Tee getrunken werden, wenn es Tee noch gar nicht in der Zeit gegeben habe.

Die Landesbühnen seien der richtige Ort für die Theaterfassung, sagte Ebert, die Schöbel und Bereska aus ihrer Zeit in Freiberg kennt. Für die „Hebamme“ wird die Naturbühne zum flexiblen Schauplatz, um die Geschichte von der Begegnung Marthes mit Ritter Christian im Wald über den Bau von Christiandorf bis zum Silberfund und seinen Folgen zu illustrieren. „Wir schaffen einen eigenen Kunstraum dafür“, sagte Ausstatter Stefan Wiel.

Kutschenfahrten, Pferderitte, Handwerker, Gaukler, Spielleute und Ziegen sollen für eine mittelalterliche Szenerie sorgen. Neben 14 Schauspielern wirken Laien der Interessengemeinschaft Mark Meissen 1200 mit - als Edelleute, Burgfräulein, Ritter oder Knappen. Jungmimin Luca Lehnert ist Marthe, „Winnetou“-Darsteller Michael Berndt-Cananá Christian. Das Stück gastiert auch bei den Neuen Burgfestspielen Meißen, an einem Originalschauplatz, auch wenn die Albrechtsburg später erst gebaut wurde, wie Intendant Schöbel sagte.

Der 2006 erschienene erste Band der fünfteiligen Romanreihe zur Hebamme läuft bereits in 28. Auflage und wurde bisher 800 000 Mal verkauft, sagte Ebert. Sie schätzt die Zahl der Leser auf mehrere Millionen. 2014 wurde er für die ARD verfilmt. Ebert, derzeit erste Stadtschreiberin von Freiberg, arbeitet aktuell am dritten Buch ihrer neuen Reihe „Schwert und Krone“, der im November erscheint.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Havarie der Feuerlöschanlage im Oktober 2017 blieben die Besucher in der Dresdner Staatsoperette aus. Die Verkaufszahlen im neuen Jahr machen jedoch wieder Hoffnung, dass Chefdirigent Andreas Schüler und sein Orchester nicht vor leeren Stühlen spielen müssen.

11.03.2018
Regional Erfolg für Dresdner Restauratoren - Jacques Lipchitz’ „Benediction“

Mit der Ausstellung zu Jacques Lipchitz (1891–1973) in den Chemnitzer Kunstsammlungen ist eine umfangreiche Schenkung verbunden. Deren bedeutendstes Objekt ist die Großplastik „Benediction“ (Segen), die im Museum auf Dauer einen eigenen Raum erhielt. Zuvor war die aus Plastilin geformte Figur in einem mehrjährigen Prozess erforscht und restauriert worden. Entscheidenden Anteil daran hatten drei Professoren und weitere Wissenschaftler sowie Absolventen des Studiengangs Restaurierung der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

04.01.2018
Regional Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Sonntagnachmittag kostenlos ins Museum

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) setzen am Sonntag erstmals ein neues Angebot um, das vor allem Familien ins Museum locken soll: freier Eintritt von 15 bis 18 Uhr in einem bestimmten Museum der SKD. Den Anfang macht die Porzellansammlung.

04.01.2018