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Regional Marion Fiedler stellt ihr Album „Rolling On“ vor
Nachrichten Kultur Regional Marion Fiedler stellt ihr Album „Rolling On“ vor
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11:17 06.02.2018
Die Dresdner Sängerin Marion Fiedler mit Gitarrist Johannes Gerstengarbe (li.) in der Groove Station Dresden. Quelle: Andreas Weihs
Dresden

Mit ihrer Band hatte Marion Fiedler für das Release Konzert zu ihrem neuen Album „Rolling On“ (Ballroom Records) in die GrooveStation eingeladen. Und was würde besser an den Anfang eines solchen Konzertes passen, als das beschwingte „Good Morning“ (auch wenn es bereits „Evening“ war)? Der mitreißenden Melodie kann man sich kaum entziehen, und so floss die Energie von der Bühne direkt zu den Zuhörern, die jetzt schon mal mitwippten. Da machte auch der non-Album-Track „Kiss Me“ weiter, sehr rhythmusbetont und mit einem schönen Zwischenspiel auf dem Saxophon von Markus Pötschke. Der spielte sich auch im weiteren Verlauf des Abends mit seinem Instrument (aber auch der Querflöte) immer wieder in die erste musikalische Reihe, sorgte für stimmungsvolle, manchmal sanfte, aber auch mal raue Töne. Eine Klangfarbe, die der Pop- und Rockmusik hörbar gut steht und auch hier bei den Zuhörern gut ankam.

Doch schon bei „Summertime At Best“ stach auch das Piano von Ex-electra-Musiker Andreas Leuschner heraus, der nicht nur hier seine Fingerfertigkeit an den Tasten bewies. Besonders aber wurde sein Spiel bei „You Will Fly“, einem Song, der bereits während Fiedlers Studienzeit in Nashville für das erste Album entstand und nun in einer neuen Version auf „Rolling On“ vorliegt. Gitarrist und Bassist Johannes Gerstengarbe, der auch das neue Album produzierte, verhalf den Liedern zu einem rockigen oder jazzigen Touch, je nach Stimmungslage. Ganz hinten im Dunkel saß Rhythmusmacher Philipp Brehmer hinter seiner „Schießbude“ und gab mit seinem Beat die Struktur vor, an dem sich die Noten der anderen Musiker wundervoll aufreihen konnten.

Marion Fiedler zeigte als Sängerin viele Facetten, ihr gelang es bei sehr ruhigen Balladen zu überzeugen, aber auch bei eingängigen Popsongs wie das (ältere) „Raindrops In My Hair“, mit schöner Melodie und Ohrwurmcharakter. Wandlungsfähigkeit und Ausdruck in der Stimme konnte man ebenso bewundern bei „Dear Life“ oder dem nur mit Gitarre und Keyboard gebotenen „Bound To Happy Days“. Auf der Bühne gewannen ihre Songs gegenüber den Studioaufnahmen noch einen Grad mehr an Lebendigkeit.

Ach ja: Nach der ersten Zugabe kamen die Sängerin und ihre Musiker kurz in Verlegenheit, als aus dem Publikum ein älterer Song gewünscht wurde, den sie zusammen noch nie geprobt hatten. Doch nach wenigen Augenblicken war das geklärt, und das Publikum kam in den Genuss einer kleinen Improvisation, bevor mit „Sleepy Sun“ das letzte Lied des Abends erklang.

Von Andreas Weihs

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