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Malerei, Zeichnung, Collage, Druckgrafik, Objekte Schmuck

Galerie Mitte Dresden Malerei, Zeichnung, Collage, Druckgrafik, Objekte Schmuck

e kleiner das Format eines Kunstwerkes, desto schwieriger ist seine künstlerische Umsetzung. Das kleine Format ist für jeden Künstler relativ. Im Zeitalter der XXL-Formate in der Kunst bietet das kleine Format einen nicht zu unterschätzenden Anreiz zu Demut und Bescheidenheit.

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Jürgen Wenzel: „aus der serie fasan“ 2014.

Quelle: Heinz Weißflog

Dresden.

Ein Teil der Bilder ist gegenständlich-figürlich und ergießt sich in Fantasien darüber. Angela Hampels Köpfe („o.T. mit Kasper“) wirken eher streng-expressiv und konzentiert, farblich wuchtig, während Viktoria Grafs Körpermetamorphosen („Sinnenlüste“, 2017) frisch, zart und spielerisch mit Farbe und Form umgehen. Gudrun Trendafilovs „Kuss“ (2016) ist eine Metapher für Leidenschaft und innige körperliche Begegnung. Konrad Maass’ Akt „Im Atelier“ dagegen wirkt eher wenig depressiv und verloren. Lebendig und klar sind Leonore Adlers farbige Tuschen, ganz Natur, ganz Hingabe an die Farbigkeit auch in den dunklen Tönen. Zur Ikone erstarrt sind die im Quadrat angeordneten Ölbilder mit Fasan von Jürgen Wenzel, ein beeindruckendes Natur Morte hinter glasierten und unbemalten Porzellanen (Schale, Platte, Korb) von Sabine Hagedorn.

Irene Wielands Stahlschnitt vor Gudrun Brückels Collagen

Irene Wielands Stahlschnitt vor Gudrun Brückels Collagen.

Quelle: galerie mitte

Landschaften gibt es von Reinhard Springer, Michael Klose und Wieland Richter (mit Figurinen), aber auch freie Fantasien von Hartmut Trache (Farbradierungen, 2014) und Roland Staab (Aquarelle, 2011), kleine, intensive Mischtechniken von Dieter Weise, die sich mit Strukturen beschäftigen. Das Skurrile bedient Christoph Winkler mit seinen assemblageartigen, magisch anmutenden „Schaukästen“, kleine, spirituell angelegte Spiegelkabinette mit ominösem Inhalt, gemixt aus Malerei und banalen Fundstücken, darunter die kleine Schatzkammer „Sich beim Schauen selbst zuschauen“, eine verstiegene Reflexion über das Phänomen der Wahrnehmung, das durchaus auf die vorliegende Schau angewendet werden darf. Frank Voigt und Petra Lorenz (in Zentrum ihrer Collagen eine Briefmarke) warten, wie gewohnt, mit ihren Mini-Collagen auf, die an ihre Mailart-Projekte erinnern. Wolfgang E. Herbst Silesius kleine Hinterglasbilder weisen den Maler und Holzschneider als hintergründig-verschmitzten Kosmosophen aus.

Assemblagen und Objekte ergänzen die Ausstellung, wie Irene Wielands Stahlschnitte in Blau und Gelb, Günter Schöttners skurrile Drahtgebilde „Sky Module“ (2003/2010) und Fritz Peter Schulzes „Jubiläumskästchen“ (2009). Herausragend sind die drei Assemblagen von Else Gold, die in den Mythen und Märchen und ihren Wirkungen in der modernen Welt auf der Spur ist („Rapunzel“, 2011). Collagen von Anton Paul Kammerer, Grafik von Michele Cyranka und Kerstin Franke-Gneuß, Fotografie von Oxana Jad, Anette Jäger und Michael Lange sowie Werke von anderen Künstlern bereichern die Ausstellung. Schmuckstücke von Marianne Schiedmann (Vitrine) setzten den I-Punkt.

Bis 30. September. Galerie Mitte, Striesener Straße 49, Tel. 0351/459 00 52
Die-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr.

Von Heinz Weißflog

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