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Landesbühnen Sachsen mit Stück zu deutschen Flüchtlingen auf US-Tour

„In God's Own Country“ Landesbühnen Sachsen mit Stück zu deutschen Flüchtlingen auf US-Tour

Die Landesbühnen Sachsen führen mit finanzieller Unterstützung aus den USA das Reformationsstück „In Gottes eigenem Land“ im Oktober in zwei US-Bundesstaaten auf. „In God's Own Country“ erzählt die Geschichte von Siedlern in den von England besetzten Kolonien Amerikas in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

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Das Stammhaus der Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Quelle: Archiv

Dresden. Die Landesbühnen Sachsen führen mit finanzieller Unterstützung aus den USA das Reformationsstück „In Gottes eigenem Land“ im Oktober in zwei US-Bundesstaaten auf. An der englischsprachigen Fassung des Werkes über den lutherischen Prediger Heinrich Melchior Mühlenberg wirken Schauspieler des Piedmont Players Theatre in Salisbury im US-Bundesstaat North Carolina mit, teilten die Landesbühnen am Montag in Radebeul mit. „In God's Own Country“ erzählt die Geschichte von Siedlern in den von England besetzten Kolonien Amerikas in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Fokus liegt dabei auf dem Schicksal deutscher Flüchtlinge. Olaf Hörbe hatte das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard Gönner dramatisiert.

Mühlenberg (1711-1787) war 1742 von den Franckeschen Stiftungen in Halle nach Philadelphia entsandt worden, um an der Ostküste eine lutherische Kirche aufzubauen. Dabei wirkte er nicht als Missionar im engeren Sinne. Vielmehr organisierte er das tägliche Leben von Zuwanderern, kümmerte sich um den Bau von Schulen und engagierte sich als Schlichter bei Konflikten zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften.

Bis heute ist Mühlenberg vor allem in Pennsylvania populär. Dort wird das Stück nun auch an einem Originalschauplatz aufgeführt - in der Kirche von Trapp, die Mühlenberg einst selbst errichten ließ. Weitere Auftrittsorte sind Salisbury und Hickory in North Carolina.

Der Bund hatte das Projekt mit knapp 120 000 Euro gefördert. Auch Sachsens Regierung und das US-Generalkonsulat in Leipzig steuerten Geld bei. Für Flugkosten und Unterkunft kommen die amerikanischen Partner vor Ort auf.

Für Konsul Jon Magsaysay greift das Stück auch ein brandaktuelles Thema auf: Flucht und Migration. „Es regt zum Nachdenken und Gedankenaustausch an über eine Herausforderung, vor der wir auf beiden Seiten des Atlantiks stehen“. Mühlenberg habe in seiner neuen Heimat die Kirchenlandschaft entscheidend geprägt und sei maßgeblich an der Gründung der neuen amerikanischen Demokratie beteiligt gewesen, sagte Magsaysay.

dpa

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