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16:15 23.11.2018
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Über Geld wird in der Kultur oft nur unzureichend geredet. Wo es fließt, wird geflissentlich darüber geschwiegen. Wo es fehlt, wird darüber geklagt.

In Dresden setzt nun die Kulturbürgermeisterin einen anderen Akzent. Annekatrin Klepsch (Die Linke) hat das Amt für Kultur und Denkmalschutz eingebunden, um der Frage nachzugehen, ob das in der Kulturförderung ausgereichte Geld auch an den richtigen Stellen ankommt. Klepschs Fazit: „Wir haben in bestimmten Bereichen Nachholbedarf.“ Das und ebenfalls vom Amt gemachte Empfehlungen (die auf Austausch mit der Dresdner Kulturszene und anderen Kommunen beruhen) sind in dem Papier „Fair in Dresden“ nachzulesen, das am Donnerstag im Kulturrathaus vorgestellt wurde – und das als strategischer Plan, als Absichtserklärung, vielleicht auch als Wunschliste gelesen werden kann.

In drei Bereichen sieht die Stadt demzufolge Verbesserungspotenzial: bei den Förderinstrumenten, den Förderbudgets und der Frage nach Räumlichkeiten. Diese Themen sollten bis zum Kulturhauptstadtjahr 2025 zusammenhängend behandelt und, jetzt wird’s Amtsdeutsch, „in Maßnahmen der Kommune“ überführt werden.

Das heißt im Klartext, die seit den 1990er Jahren bekannte und angewandte Struktur aus Projekt- und institutioneller Förderung grundlegend zu hinterfragen. Vor allem das auf einzelne Sparten ausgerichtete Förderwerk soll aufgebrochen, interdisziplinäre Zusammenarbeit stärker unterstützt werden. Konzeptförderung ist eins der Zauberworte – dahinter verbergen sich oft Projekte mit mehrjähriger Laufzeit, die in das oben beschriebene Raster einfach nicht hineinpassen. Außerdem wird angeregt, einen Kofinanzierungsfonds aufzubauen, wie er zum Beispiel in Berlin existiert. Damit könnten unter anderem Kulturprojekte unterstützt werden, die mit Hilfe von Bundesmitteln laufen – für die der Bund jedoch auch Länder und Kommunen bei der Finanzierung dabei haben will.

Im Papier wird auch hochgerechnet, wie viel Geld mehr für die kommunale Kulturförderung ausgegeben werden müsste. 1,6 Millionen Euro, ein Plus von etwa 35 Prozent zum bisherigen Haushaltsposten, wären erforderlich. 2019/2020 sind laut Klepsch etwa 400 000 Euro mehr im Etat vorgesehen.

Räumlichkeiten für Ateliers Quelle: Paul Elsner, Geh8

Beim Thema Räume ist die Stadt in der Defensive. Ein kommunales Atelierhaus müsste sich laut Klepsch „neben anderen Projekten einreihen“.

Auch sonst stehen brachiale Änderungen eher nicht bevor. „Fair in Dresden“ ist lediglich eine Informationsvorlage für den Stadtrat. In seiner Sitzung am 17. Dezember wird der Kulturausschuss jedenfalls noch entlang der bekannten Strukturen über institutionelle und Projektförderung 2019 beschließen. Das Papier „Fair in Dresden" ist aber schon am Dienstag Gegenstand der Kulturausschussitzung.

Von Torsten Klaus

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