Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Kunstsammlungen Chemnitz zeigen Andy-Warhol-Ausstellung
Nachrichten Kultur Regional Kunstsammlungen Chemnitz zeigen Andy-Warhol-Ausstellung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:28 09.09.2015
Ein Bild der Andy-Warhol-Ausstellung in den Chemnitzer Kunstsammlungen.

Die Schau „Andy Warhol - Death and Disaster“ (23. November bis 22. Februar) mit Leihgaben aus Europa und den USA zeigt dessen Gedanken zu Tragödien wie Tod, Rassenunruhen, Suizid, Vergiftung, Autounfällen oder Hinrichtung.

Andy Warhol sei ein außergewöhnlich mutiger Künstler gewesen mit „dem klarsten und genauesten Blick“, sagte Museumschefin Ingrid Mössinger am Freitag, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung. Es ist den Angaben zufolge die erste Ausstellung dieser Werkgruppe in einem Museum in Europa. Warhol gilt als einer der wichtigsten Vertreter der US-amerikanischen Pop Art, der vor allem mit Bildern von Marilyn Monroe und Elvis Presley bekannte wurde.

Laut Mössinger gehören aber auch dessen Unglücksbilder zum „Zentrum seines gesamten Oeuvres“. Dabei bediente sich Warhol vor allem der Siebdrucktechnik, die bis dahin in der Kunst nicht üblich war. Als Grundlage dienten ihm zumeist Bilder aus Zeitschriften. Die Ausstellung zeigt Bilder aus den Jahren 1962 bis 1982 wie „Skull“ (1976)- den Totenschädel - oder „Big Electric Chair“ (1967), dem der Hinrichtungsstuhl aus dem Gefängnis Sing Sing in Ossining bei New York als Vorlage diente. Zu sehen außerdem: „A Womans Suicide“ (1962) - der Sprung einer Frau von einem Hochhaus - oder „Race Riot“ (1963), das Polizisten zeigt, die Hunde auf Demonstranten hetzen.

Mit „Sixteen Jackies“ (1964) thematisierte Warhol die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy. Die Chemnitzer Ausstellung soll laut Mössinger zeigen, dass der oft als oberflächlich empfundene Künstler Darstellungen des Todes geschaffen hat, die denen abendländischer Totentänze nicht nachstehen. Er sei einer der wenigen, denen es gelungen sei, große Kunst zu machen und populär zu sein, resümierte die Museumschefin.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Hegenbarth-Künstlerstipendiaten des Jahres 2014 sind vorgestellt, deren vielversprechende Portfolios sich aus über 40 Bewerbungen hervorgetan hatten.

25.06.2018

Am morgigen Sonntag wird sie 85 Jahre, trotzdem strahlt Ursula Rzodeczko mit jugendlich wirkendem Gesicht, als sie über ihr Künstlerleben spricht. Es gibt noch Reibungen, die sie jung erhalten.

19.06.2018

Wer vor sieben Jahren daran gedacht hätte, dass in der so frisch wie mutig gestarteten Veranstaltungsreihe Feature-Ring einmal das 50. Konzert ausgerichtet werden würde, wäre vermutlich ungläubig belächelt worden.

09.02.2018