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Regional Kreuzchor im Dynamo-Stadion - David Garrett spielt im K-Block
Nachrichten Kultur Regional Kreuzchor im Dynamo-Stadion - David Garrett spielt im K-Block
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14:55 28.11.2017
Kurz vor Weihnachten singt der Kreuzchor wieder im Stadion. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Ihre Vorfreude und einen Anflug von Stolz über die Ankündigung prominenter Gäste für das diesjährige Adventskonzert im DDV-Stadion konnten Öffentlichkeitsbeauftragter Thomas Reiche und  Kantor Roderich Kreile vom Dresdner Kreuzchor kaum verbergen. Auf einer Pressekonferenz im Stadion verkündeten die beiden Verantwortlichen des Chors gemeinsam, dass unter anderem Stargeiger David Garrett am 22. Dezember mit den Kruzianern auf der Bühne stehen wird. Neben dem deutschen Geiger werden die Jazzsängerin Joceyln B. Smith und die Sopranistin Elisabeth Breuer als Gäste zusammen mit dem Kreuzchor singen.

Festlich und auf der ganz großen Bühne – so wie der Dresdner Kreuzchor während der vorherigen Weihnachtszeit mit einem Open-Air-Adventskonzert in sein 800. Jubiläumsjahr gestartet war, so verabschiedet er sich am Donnerstag auch standesgemäß davon.

Außergewöhnlich ist ebenfalls die Wahl des Moderators: Der seit einem Unfall während der TV-Sendung „Wetten, dass?“  im Rollstuhl sitzende Schauspieler und Autor Samuel Koch moderiert den Abend. „Natürlich suchen wir bei unseren Gästen auch nach Persönlichkeiten mit Vorbildcharakter“, begründete Kreuzkantor Kreile die Auswahl. Musikalisch können sich die Besucher wie schon in den vergangenen zwei Jahren auf eine Mischung aus klassischen Stücken und poppigen Liedern freuen: Zusammen mit Garrett werden die Kruzianer zum Beispiel „Ave Maria“ singen. Fehlen werden Klassiker zum Mitsingen wie „O Tannenbaum“oder „Feliz Navidad“ trotzdem nicht.

Während des dritten Adventskonzerts des Kreuzchors verstärken erstmals Musiker aus unterschiedlichen Dresdner Ensembles die Band. Zwei Mitglieder der Dresdner Philarmonie, zwei Studentinnen de Musikhochschule Carl Maria von Weber und fünf Schülerinnen des Landesgymnasiums für Musik wurden von ihren Lehren für das Konzert empfohlen. Unter ihnen ist auch Geigerin Anna-Maria Reiß, Studentin an der Dresdner Musikhochschule: „Vor so vielen Leuten werde ich so schnell bestimmt nicht mehr spielen, das ist etwas Besonderes und entfacht positive Aufregung“, beschreibt die Studentin im fünften Semester. „Mit dieser Besetzung sind die Dresdner Ausbildungsstätten für Musik in diesem Jahr vielfältig vertreten“, freut sich Kreile.

Zusätzlich zu den Gästen und der regionalen Bandbesetzung haben die Organisatoren einen weiteren guten Grund zur Freude: Nach 12.000 Besuchern im Jahr 2015 und rund 20.000 Gästen 2016 wurden in diesem Jahr mehr als 21.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt – nur noch wenige Restkarten waren zu haben. Deshalb wurde eine Vergrößerung der Kapazität um vier- bis fünftausend Plätze in allen Kategorien beantragt, die laut Veranstaltungsmanager Kay Aubrecht von den Behörden genehmigt wurde. Dafür wird die Bühne von der Rasenmitte in Richtung K-Block verlegt. Um die hohen Sicherheitsbedingungen mit steigender Zuschauerzahl zu erfüllen, werden eigens Fluchttreppen aus Stahl an der Stehtribüne angebracht.

Organisatorischer und logistischer Kraftakt

Aufgrund des diesjährigen Zuschauerrekords und des Zweitliga-Spielbetriebs der SG Dynamo Dresden im DDV-Stadion stehen die Organisatoren vor schwierigen logistischen Aufgaben. Zum einen muss nach dem Konzert ein Teil des Rasens ausgetauscht werden, da das heilige Grün besonders durch die Bühne stark beschädigt wird. Zum anderen gelten erhöhte Sicherheitsauflagen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung:

Die Zahl der Sicherheitskräfte wurde im Vergleich zum vorigen Jahr verdoppelt und die Mitnahme von Taschen, die größer sind als DIN A4-Format, ist nicht erlaubt. Um einen reibungslosen Ablauf und eine gründliche Kontrolle bei der Anreise zu garantieren, öffnet das Stadion am Veranstaltungstag des 22. Dezembers bereits um 15.30 Uhr seine Tore für die Besucher des Adventskonzerts.

Wer dennoch keine Karte ergattert, hat in diesem Jahr erstmalig die Möglichkeit das gesamte Konzert in einer Live-Übertragung zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr  im MDR zu verfolgen.

Aaron Wörz

 

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