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Regional Kino-Verein sammelt Geld für Osteuropäische Filmtage
Nachrichten Kultur Regional Kino-Verein sammelt Geld für Osteuropäische Filmtage
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11:45 28.10.2018
Seit 2013 organisiert der Kinofabrik e. V. jährlich im Herbst die Osteuropäischen Filmtage. Quelle: Screenshot
Dresden

Noch bis Ende Oktober läuft das Crowdfunding für die Osteuropäischen Filmtage im November, die der Dresdner Kinofabrik e. V. bereits zum 6. Mal organisiert. In mehr als 30 Veranstaltungen bietet der Verein nicht nur einen Überblick über aktuelle Filmproduktionen aus den Ländern zwischen Neiße und Sibirien, zwischen Schwarzem Meer und Ostsee. Auch einen thematischen Schwerpunkt haben die Veranstalter gesetzt: Humor im Film. Lachen unsere Nachbarn über die gleichen Gags wie wir? Ist Humor universell oder endet er vielleicht an Landesgrenzen? Verstehen wir die Witze aus anderen Ländern überhaupt?

Diese Filme nach Dresden zu holen, ist eine komplizierte Angelegenheit – und eine kostspielige obendrein. „Wenn der Film einen deutschen Verleih hat, kostet eine Aufführung mindestens 150 Euro“, erläutert Vorstandsmitglied Mirko Schöne. „Ansonsten müssen wir an den ausländischen Weltvertrieb herantreten. Da zahlt man für einen Film im besten Fall 300 Euro Miete plus 140 Euro für den Transport.“ Damit lässt sich das Festival nicht wirtschaftlich betreiben. „Diese Filme spielen niemals ihr Geld ein, aber wir haben sie eben total exklusiv, die werden voraussichtlich nie wieder in Dresden zu sehen sein.“

Platz 7: Damit hat das Dal Cin in der Altstadt einen knappen Vorsprung herausgearbeitet. 297 Stimmen wurden für diese Eisdiele abgegeben.  Quelle: Florian Wallenwein

Um den Dresdnern diesen einzigartigen Blick in andere Kulturen zu ermöglichen, sammelt der Kinofabrik-Verein Geld mit Crowdfunding – ganz nach der alten Idee: Wenn viele Leute ein wenig geben, kommt eine ordentliche Summe zusammen. 750 Euro erhoffen sich die Vereinsmitglieder, am Samstagabend stand der Zähler bei 475 Euro. Das Geld werde direkt in die Bezahlung der Film-Leihgebühren gesteckt, verspricht Mirko Schöne.

Aber die Filmmieten machen nur einen Teil der Gesamtkosten aus. „Dazu kommen noch die Saalmieten in unserem Veranstaltungsort, dem Kino in der Fabrik, und die Kosten für Programmhefte und Anzeigen“, so Schöne, der als gelernter Schriftsetzer für die Gestaltung des Werbematerials zuständig ist. Die Landeshauptstadt Dresden unterstützt die Festival-Organisatoren bereits seit fünf Jahren. „Ohne diese Förderung könnten wir das nicht stemmen oder müssten es wesentlich kleiner dimensionieren.“

Link zum Crowdfunding: https://www.99funken.de/osteuropafilmtagedd2018

Osteuropäische Filmtage, 10. bis 18.11.2018, Kino in der Fabrik

http://www.kinofabrik-dresden.de/

Von Tanja Tröger

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