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"Kapelle für Kids" mit Reporter Willi Weitzel - Blick auf Kommendes und Vergangenes

"Kapelle für Kids" mit Reporter Willi Weitzel - Blick auf Kommendes und Vergangenes

Diesmal fand sich Willi selber im Kreuzverhör wieder. Willi Weitzel - aus Kika bzw. ARD bekannter Reporter, Welterforscher und Abenteurer - saß bei Puppe Alma auf dem Roten Sofa und wurde mit Fragen nur so gelöchert.

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Willy Weitzel steht Alma Rede und Antwort.

Quelle: Matthias Creutziger

So, wie er etwa in "Willi will's wissen" Menschen über ihre Berufe ausfragte, musste er am Sonntag in "Kapelle für Kids extra" in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen Rede und Antwort stehen nicht nur über Lieblingshobby und -farbe, sondern auch darüber, was man so macht als Reporter und Reisender. Von einem seiner vielen Betätigungsfelder gab das wortgewandte Multitalent mit dem jungenhaften Charme dann live und in (roter) Farbe eine Kostprobe zum Besten - seine Version von "Peter und der Wolf". Behutsam, ohne irgendwelche Verbiegungen, hat Weitzel das Märchen modifiziert, hier und da eine kindgerechte, unaufdringliche Erläuterung eingefügt. Und er wusste sie hoch spannend zu erzählen - das ein oder andere Nackenhaar dürfte sich da schon gesträubt haben bei den jungen Zuhörern. Musikalisch hatten die es hier nicht mit der originalen Orchesterversion Sergej Prokofjews zu tun, sondern mit einer Fassung für Bläserquintett von Robert Ostermeyer. Diese sparsame Variante hat auch ihren Charme - zumal, wenn sie so inspiriert und feinsinnig dargeboten wird wie von den Kapellmusikern Sabine Kittel (Flöte), Volker Hanemann (Oboe), Christian Dollfuß (Klarinette), Andreas Börtitz (Fagott) und Julius Rönnebeck (Horn).

Letzterer - auch Ideengeber und Moderator von "Kapelle für Kids" - verabschiedete an diesem Sonntag-Nachmittag Spielleiter Stefan Auenmüller aus dem von Iris Mundhenke geleiteten Produktionsteam der Kinderkonzertreihe. Und zu Ende ging damit auch die diesjährige Serie aus je zwei Programmen in kleiner Runde in Semper 2 bzw. auf der großen Bühne der Semperoper.

Dort ging es für Alma (stets sehr anmutig und überzeugend gespielt von Puppenspielerin Magdalene Schaefer) im November letzten Jahres zunächst hoch emotional zu: Sie verliebte sich. Genauer gesagt waren es jede Menge Lieder über Liebe, mit denen Alma letztendlich ihre Liebe zur Musik bewusst wurde. Vier Sänger des Staatsopern-Ensembles - Elizabeth Zharoff, Christel Lötzsch, Giorgio Berrugi und Allen Boxer - boten Ohrwürmer in den Rollen von Mozarts Papageno oder Zerlina und Giovanni bis Bernsteins Maria und Tony. Hoch schlugen die Kinderherzen freilich auch bei den Klängen aus dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (Musik Karel Svoboda), für die sich die Staatskapelle unter Johannes Wulff-Woesten nicht weniger seelenreich ins Zeug legte.

Die Vermittlung musikalischen Wissens trat damit diesmal ein wenig zurück hinter den Gedanken, dem jungen Publikum einfach schöne Musik vorzustellen. Ein paar mehr - natürlich kindgerecht servierte - Fakten bot das Februar-Programm. Da auch die Kinderkonzerte der Staatskapelle nicht am 200. Geburtstag Richard Wagners vorbeikamen, traf Alma Siegfried. Den spielte Arne van Dorsten, der sehr wandlungsfähig zugleich aber auch als Wagner, Walküre und weiteres fungierte. Der so spannende wie vergnügliche, aufwändig ausgestaltete Vormittag hielt auch für erwachsene Opernkenner den ein oder anderen Seitenhieb bereit, während sich 17 Musikerinnen und Musiker erstaunlich erfolgreich bemühten, ordentlich Wagner-Sound zu produzieren. Die Arrangements der Ausschnitte aus dem "Ring des Nibelungen" und dem "Siegfried-Idyll" stammten von Friedemann Dreßler, den Dirigentenstab führte wiederum Johannes Wulff-Woesten. Einige Wochen später gastierte "Kapelle für Kids" mit diesem Programm bei den Salzburger Festspielen - auch dort mit großem Erfolg.

Nun aber ist für die musikbegeisterte Alma Ferienzeit; das nächste Mal lädt sie ihre jungen Fans und solche, die es werden wollen, am 6., 7. und 8. Oktober auf Semper 2 ein, wo Konzertmeister Matthias Wollong die Geige vorstellt. An gleicher Stelle entdeckt Alma im Juni nächsten Jahres die Barockmusik für sich. Auf der großen Bühne erlebt sie am 3. November jede Menge musikalischen Schabernack von Strauss und Mozart; am 9. Februar werden alle Instrumente auf einmal in Benjamin Brittens "Young Person's Guide to the Orchestra" vorgestellt. Und natürlich trifft Alma auch wieder einen besonderen Gast in der Gläsernen Manufaktur. Am 28. Juni 2014. Wer das ist, wird aber noch nicht verraten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.06.2013

Sybille Graf

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