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Regional Kabarettist Steimle nicht mehr Schirmherr der Ökumenischen Friedensdekade
Nachrichten Kultur Regional Kabarettist Steimle nicht mehr Schirmherr der Ökumenischen Friedensdekade
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15:24 28.02.2018
Uwe Steimle im Mai 2017 auf dem Neumarkt, nachdem er ein hölzernes Modell des Fernsehturms aufgestellt hatte. Quelle: dpa
Dresden/Bonn

Der Dresdner Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle ist nicht mehr Schirmherr der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade. Nach heftiger Kritik von Initiativen gegen Rechtsextremismus habe sich der Leitungskreis entschieden, die erst in der vergangenen Woche bekanntgegebene Zusammenarbeit wieder zu beenden, teilte der Trägerverein der Friedensdekade am Mittwoch in Bonn mit. Steimle habe sich enttäuscht gezeigt, wünsche der Aktion für die diesjährigen Aktivitäten aber alles Gute.

Kritiker werfen Steimle Antisemitismus und Antiamerikanismus sowie eine Nähe zur rechtspopulistischen „Pegida“-Bewegung vor. Seine Aussagen ließen keine eindeutige Distanzierung von rechtspopulistischen Positionen erkennen. „Wir wussten, dass Uwe Steimle ein streitbarer und umstrittener Geist ist“, erklärte Jan Gildemeister von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. „Wir hätten im Vorfeld der Entscheidung besser recherchieren müssen.“ Erst durch Kritik und Rückmeldung von Partnern aus Sachsen sei deutlich geworden, wie polarisierend und teilweise auch politisch grenzüberschreitend Steimle in der Region wahrgenommen werde.

Die Ökumenische Friedensdekade vom 11. bis 21. November steht in diesem Jahr unter dem Motto „Krieg 3.0“. Die Veranstaltungen sollen auf die Gefahren eines möglichen dritten Weltkriegs und einer zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Kriegsführung durch Drohnen und Roboter aufmerksam machen. Die Aktionen der Ökumenischen Friedensdekade finden immer im November in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Trägerorganisationen der Ökumenischen Friedensdekade sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden in Bonn und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Frankfurt am Main.

dpa

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