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Israelische Künstlerin Ronnie Setter widmet sich in einer Ausstellung im Dresdner Literaturhaus Villa Augustin dem Kästner-Roman Emil und die Detek...

Israelische Künstlerin Ronnie Setter widmet sich in einer Ausstellung im Dresdner Literaturhaus Villa Augustin dem Kästner-Roman Emil und die Detektive

Wir haben ihn hoffentlich alle gele- sen. Vielleicht auch manche Theateradaption erlebt. Bestimmt mindestens eine der mehr als ein Halbdutzend entstandenen Romanverfilmungen gesehen.

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Ronnie Setter präsentiert ihr Werk "Alexanderplatz with Red Cars".

Und können ihn nun in ganz neuen, in poetisch verzauberten Bildern anschauen - den 1929 erschie- nenen (und sieben Jahre später von den Nazis verbotenen) Roman "Emil und die Detektive" von Erich Kästner.

Mit dem zeitgleich entstandenen Buch "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, einschließlich der beiden Verfilmungen von 1931 (Philipp "Piel" Jutzi) und 1980 (Rainer Werner Fassbinder), sieht es schon etwas anders aus. Gewiss einer der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts, doch heute - leider - wesentlich seltener gelesen. Unbedingt nachholen!

Die beiden so unterschiedlichen, doch am selben Handlungsort spielenden Bücher werden nun in einer Ausstellung des Dresdner Literaturbüros im Erich-Kästner-Museum einander nähergebracht. Die in Tel Aviv geborene israelische Künstlerin Ronnie Setter hat sich an den einstigen Schauplätzen umgetan und sich historische Fotografien kreativ angeeignet. Entstanden sind Dioramen mit Abbildern des alten Berlin, die in transparenten Holzrahmen die Historie mitsamt Setters Fantasie assoziieren.

Derzeit ist diese sehr suggestive, aus insgesamt 17 Objekten bestehende Ausstellung im Erich-Kästner-Museum am Albertplatz zu sehen. Bilder, natürlich vom Alexanderplatz, vom Hamburger Bahnhof, vom Potsdamer Platz und aus der Friedrichstraße, Bilder aus einer vergangenen Zeit und zauberhaft ergänzt mit träumerischen Details von heute. Ronnie Setter hat die historischen Aufnahmen mit Einzeichnungen ergänzt und obendrein mit plastischen Kleinstfiguren versehen. Resultat sind Straßenszenen, die vergangene Realität und nie dagewesene Visionen miteinander verbinden. Es fällt nicht weiter schwer, sich darin Emil und seine Berliner Freunde zu denken, oder eben auch Franz Biberkopf, seine Mieze(n) und all die Gauner aus den beiden Romanen.

Bis Februar 2012 ist die Schau im Literaturhaus Villa Augustin an der Antonstraße 1 zu sehen. Besucher sind von Sonntag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr willkommen. Der Eintritt ist frei.

23.-25.12. geschlossen; 26.-28.12., 10-18 Uhr; 29.12.-1.1. geschlossen, 2.1., 10-18 Uhr

Infos zur Ausstellung im Internet unter www.dresdner-literaturbuero.de, www.officeintelavivgallery.com/project_119.htm

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.12.2011

Michael Ernst

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