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Regional In zwei Wochen beginnt das Dresdner Dixieland-Festival – Fast alle Veranstaltungen sind ausverkauft
Nachrichten Kultur Regional In zwei Wochen beginnt das Dresdner Dixieland-Festival – Fast alle Veranstaltungen sind ausverkauft
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23:35 09.09.2015
Viele nutzten die gute Stimmung des Dixieland Festivals zum ausgelassenen Tanzen. Quelle: Nadine Steinmann
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Das Dresdner sei nach dem Monterey Jazz Festival in Kalifornien das zweitälteste, ununterbrochen stattfindende Jazz-Treffen der Welt, sagt Schlese. Das kann stimmen, aber die beiden Festivals sind, was ihre Ausrichtung und ihre internationale Strahlkraft angeht, schwer miteinander vergleichbar. Dennoch: Geschätzte 300 000 bis 500 000 Besucher strömen alljährlich in die Dresdner Innenstadt und genießen die Musik.

Mit der Dixieland-Parade, der Flussfahrt beim „Riverboat-Shuffle“ und der Jazz-Meile auf der Prager Straße kapern die Musiker unübersehbar das Stadtbild. Das Programm kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Das Organisatorenteam hat sich anlässlich des 45. Jahrgangs besonders ins Zeug gelegt. Wie bestellt, feiern zum Festivalgeburtstag auch viele Dresdner Bands runde Gründungstage. Die Elb Meadow Ramblers werden 60 Jahre alt, Die Blue Wonder Jazzband 40, die Semperhouse Band mit Gunther Emmerlich 30, und auch „Dr. Jazz“ Karlheinz Drechsel ist als Moderator seit 45 Jahren gesetzt – alle zusammen spielen am 14. Mai in der Semperoper bei der „Jazzgala der Jubilare“. Leider ist die Veranstaltung bereits seit drei Wochen ausverkauft.

„Die günstigen Karten für die Gala sind wir bereits im September los geworden. Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagt Schlese. Auch für die meisten anderen eintrittspflichtigen Konzerte gebe es höchstens noch Restkarten. Selbst in das Dixieland-ABC, das Schlese besonders am Herzen liegt, ist kein Reinkommen mehr. Die Dixie-Zwillinge Claudia und Carmen und Gäste versuchen hier, den Kindern den Jazz als Musikrichtung näher zu bringen.

Wie schon im vergangenen Jahr muss die Kinder-Veranstaltung im Rundkino stattfinden. Dixieland-Organisator Schlese wird nicht müde, den Mangel an geeigneten Veranstaltungsorten in der Innenstadt zu kritisieren, dabei ist Besserung in Sicht. „Vielleicht können wir im kommenden Jahr in der neuen Staatsoperette spielen, und eventuell ist dann sogar der Kulturpalast fertiggestellt“, hofft Schlese auf Besserung und die Rückkehr an den früheren Hauptspielort. Derzeit finden viele Konzerte, so zum Beispiel die Himmelfahrt im Dixieland, im Alten Schlachthof statt. Die gute Nachricht: Der Jazzklub Tonne und das Dixieland-Festival haben wieder zusammengefunden.

Auf die Hilfe und die Unterstützung der Dresdner Verwaltung setzt Schlese generell nicht mehr. Die Organisatoren haben versucht, das Dixieland-ABC sowie die Lebenskünstler-Aktion in Leuben, bei der Jazzer für Menschen mit Behinderung spielen, durch die Stadt fördern zu lassen. Der Antrag sei abgelehnt worden. Bei den Dixieland-Machern stößt das auf Unverständnis. „Allein durch die hohen Besucherzahlen geht der zusätzliche Gewinn, den beispielsweise die Einzelhändler in der Stadt während der Festivaltage machen, in die Millionenhöhe“, sagt Schlese.

Der Kulturausschuss des Stadtrates hatte am 24. März eine Förderung des Festivals mit 12 000 Euro beschlossen (DNN berichteten). Hoffnung darauf, dass die Stadt mehr finanziert, hat Schlese nicht und vertraut auf das Geld seiner Sponsoren. Und die braucht er auch. Das jährliche Budget der Großveranstaltung liegt bei rund 800 000 Euro.

www.dixielandfestival-dresden.com

Hauke Heuer

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