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Hoffnung für die Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Gespräche zwischen Freistaat, Euroregion und Stadt Dresden Hoffnung für die Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Der Freistaat Sachsen und die Stadt Dresden wollen die Tschechisch-Deutschen Kulturtage über das Jahr 2017 hinaus erhalten. Derzeit würden Gespräche geführt, um ihren Fortbestand zu sichern, hieß es auf Anfrage aus dem Wissenschafts- und Kunstministerium sowie aus dem städtischen Kulturamt.

Blick auf den deutsch-tschechischen Grenzübergang bei Hellendorf (Sachsen).

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Der Freistaat und die Stadt Dresden wollen die Tschechisch-Deutschen Kulturtage über das Jahr 2017 hinaus erhalten. Derzeit würden Gespräche geführt, um ihren Fortbestand zu sichern, hieß es auf Anfrage aus dem sächsischen Wissenschafts- und Kunstministerium sowie aus dem städtischen Kulturamt. Die Zukunft des grenzüberschreitenden Kulturfestivals war fraglich geworden, weil ihr Träger, die Brücke/Most-Stiftung, wegen zu geringer Erlöse aufgrund der Niedrigzinspolitik ihre Projektarbeit zum Jahresende aufgeben muss.

Die Kulturtage wie auch die Bildungsarbeit, welche die Stiftung über eine gemeinnützige Tochtergesellschaft – das Brücke Institut – realisiert, besäßen großen Stellenwert für Sachsen, für die Verständigung zwischen Tschechen und Deutschen und für das Zusammenwachsen in Europa, erklärte die zuständige Referentin des Wissenschaftsministeriums. „Der Freistaat fördert über die Kulturstiftung die Tschechisch-Deutschen Kulturtage und will dies auch künftig tun“, fügte sie hinzu. Das Ministerium unterstütze Gespräche zur Suche eines neuen Trägers.

Die Brücke/Most-Stiftung selbst sei in ihrem Bestand nicht gefährdet, betonte die Referentin. Nach einer Umstrukturierung werde sie künftig Projekte nicht mehr selbst mit ihrem Brücke Institut realisieren, sondern diese vorwiegend fördern. „Es besteht die Hoffnung, dass die Bildungsarbeit und einige Projekte wie die Tschechisch-Deutschen Kulturtage unter anderer Trägerschaft fortgesetzt werden können.“

Ein hohes Gut für die gesamte Region

Fehlende Erlöse von Stiftungen könne der Freistaat nicht mit Fördermitteln ausgleichen, erklärte die Referentin. Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage jedoch seien nie defizitär gewesen. Die Kulturstiftung des Freistaates habe sie bislang mit jährlich rund 80 000 Euro gefördert. Dazu sei sie weiterhin bereit – auch unter einem neuen Träger.

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) würdigte den grenzüberschreitenden kulturellen Austausch als „besonderen Mehrwert“ der Tschechisch-Deutschen Kulturtage. „Dieser Charakter sollte unbedingt beibehalten werden.“ Nötig seien nun weitere Gespräche und Entscheidungen.

Beteiligt an den Gesprächen sollen auch Vertreter der Euroregion Elbe/Labe sein. Freistaat und Stadt Dresden appellierten an Michael Geisler (CDU), Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die Euroregion nicht wie angekündigt zu verlassen. „Wir hoffen, dass die für das sächsisch-tschechische Verhältnis wichtige Einrichtung der Euroregion Elbe/Labe auch mit dem Mitglied Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weiter fortbesteht“, sagte die Referentin des Wissenschaftsministeriums.

Auch Dresdens Kulturbürgermeisterin Klepsch hofft, dass der Landkreis seinen Entschluss zum Austritt aus der Euroregion korrigiert, und betonte: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den tschechischen Partnern ist ein hohes Gut für die gesamte Region und den Freistaat Sachsen und auch ein wichtiger Punkt in der Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas 2025.“

Von Tomas Gärtner

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