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Hit für Hit: Frank Schöbel im Kulturpalast

Schlagersänger Hit für Hit: Frank Schöbel im Kulturpalast

Es war ein Pflicht-Termin für Schlagerfans: Frank Schöbel gastierte im Rahmen seiner „Hit auf Hit“-Tournee am Freitagabend im Dresdner Kulturpalast. Der 75-Jährige und seine Band unternahmen eine Zeitreise durch seine schon 55 Jahre andauernde Bühnenkarriere.

Schlager-Sänger Frank Schöbel (75) und Tänzerinnen des internationalen Showballetts.
 

Quelle: Andreas Weihs

Dresden. Frank Schöbel ist ein Urgestein der (ost-)deutschen Schlagerszene – und das im besten Sinne. Für viele gehört er irgendwie mit zur Familie, so präsent ist er seit Jahrzehnten in ihrem Leben. Schöbel war der erste DDR-Superstar (wenn es diesen Begriff damals schon gegeben hätte). Seit 55 Jahren steht der Sänger auf den Bühnen, nennt sein aktuelles Programm „Hit auf Hit“ – und das ist wirklich keine leere Floskel. Das spürten auch die Besucher seines Konzertes im Dresdner Kulturpalast und ließen sich mitnehmen auf eine Reise durch die Zeit, von den 1960er Jahren bis heute. Mit dabei nicht nur Schöbels Band, sondern auch ein internationales Showballett.

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Frank Schöbel in Dresden

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„Wie ein Stern“, „Gold in deinen Augen“, „Heißer Sommer“ und „Die Fans sind eine Macht“ – alles Lieder, an die sich die Zuhörer auch heute noch gern erinnern, doch Schöbels Karriere verharrt nicht in seinen Anfangsjahren und stoppt auch nicht in den Zeiten des Mauerfalls, wird dadurch schlimmstenfalls etwas ausgebremst. Wie sehr seine Fans auch die neueren Lieder mögen, zeigen sie sofort, als der Sänger auf die Bühne kommt und „Das ist der Moment“ (2016) anstimmt. Übrigens ein Lied seines Albums „Unvergessen – Die Hits unserer Herzen“, auf dem er seine Lieblingslieder wie „Alt wie ein Baum“ (Puhdys), „Wo ist mein Geld bloß geblieben“ (Helga Hahnemann) und „Berührung“ (Gaby Rückert) neu interpretiert, aber auch eigene Hits wie „Ich geh vom Nordpol zum Südpol“ und „Komm, wir malen eine Sonne“.

Witze auf eigene Kosten

All diese Lieder und noch viele mehr packt er auf eine enggeschriebene Setlist für den Abend. Der 75-Jährige kann auf so viel Material zurückgreifen, dass er viele Lieder nur in zwei Minuten-Schnipseln vorträgt, um möglichst viele von ihnen anzusingen.

Raum benötigt nicht nur die Musik an diesem Abend im Kulturpalast. Frank Schöbel verbindet seine musikalischen Stationen und Lieder, Kollaborationen und Erfolge mit im Plauderton erzählten Geschichtchen, die sich um die Lieder ranken. In gewohnter Weise kann sich der Sänger dabei auch schon mal selbst „auf die Schippe“ nehmen. Witze macht er nur auf seine eigene Kosten, wie in „Mit mir könn’ses ja machen“ und „Hast Du Deine Tabletten genommen“. Das alles kennt man bereits, amüsant ist es aber immer noch. Spontaner Applaus und rhythmisches Klatschen begleiten das Bühnengeschehen.

Zeitgemäß und modern, ohne Trends zu jagen

Auch die Musiker bekommen ihren Moment im Rampenlicht. So singt Keyboarder Ali Kirfe den Eddy-Rabbitt-Klassiker von 1975 „Driving My Life Away“, Gitarrist Stefan Schirrmacher spielt den Dire-Straits-Frühhit „Sultans Of Swing“ (deutsch gesungen von Ali), und Gitarrist Till Paulmann präsentiert den eigen-komponierten Song „Schein“. Danach geht es schon wieder im Eiltempo durch die Zeit: „Sieh mal einer an diese Kleine/ Mädchen du bist schön“, natürlich „Schreib es mir in den Sand“, dazu der Lobo-Hit „Stoney“ – ebenfalls mit deutschem Text, nach einem kleinen Zeitsprung gefolgt von „Jetzt oder nie“ (1995) und „Einer von uns“ (2012). Irgendwann stehen die ersten Fans von den Sitzen auf, drängen vor die Bühne, das Ballett tanzt, Schöbel geht vor und singt. Und es wird wieder einmal deutlich: Alte Schule! Gelernt ist gelernt.

Frank Schöbel ist auch heute noch ein hervorragend ausgebildeter Sänger, der nicht den Trends hinterläuft, dennoch zeitgemäß und modern klingt, ein Entertainer, der sein Publikum zu unterhalten und begeistern versteht. Einer von nur noch wenigen …

Von Andreas Weihs

Von DNN

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