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Regional „Hänsel und Gretel“ und „Die lustige Witwe“ werden in der Staatsoperette Dresden halbszenisch gezeigt
Nachrichten Kultur Regional „Hänsel und Gretel“ und „Die lustige Witwe“ werden in der Staatsoperette Dresden halbszenisch gezeigt
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19:33 03.11.2017
Die Bühne der Staatsoperette ist bis auf weiteres nur eingeschränkt bespielbar. Quelle: Arno Burgi/dpa
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Dresden

Die Staatsoperette Dresden ist nach dem verheerenden Wasserschaden nach wie vor nicht im gewohnten Maße bespielbar. Vor reichlich zwei Wochen waren bei der turnusmäßigen Wartung der Brandmelde- und Sprinkleranlagen durch einen Bedienfehler eines Mitarbeiters einer Fachfirma rund 16 000 Liter Wasser niedergegangen (DNN berichteten). Beleuchtung, Bühnendekoration, Videotechnik, Bühnenboden und Untermaschinerie sind betroffen. Bisher geschätzter Schaden: mindestens fünf Millionen Euro; genau zu berechnen und dazu zu addieren sind schon mal 380 000 Euro Einnahmeminus durch Vorstellungsausfall im November. Die Operette kann in diesem gesamten Monat – von einem inzwischen ausverkauften Gemeinschaftsgastkonzert bei der Dresdner Philharmonie an diesem Sonntagvormittag im Kulturpalast abgesehen – nicht spielen.

Immerhin aber kündigt das Theater nun einen Ersatzspielplan für den bei Besuchern erfahrungsgemäß immer sehr beliebten Dezember an. Am 2. des Monats wird es die Wiederaufnahme von Humperdincks „Hänsel und Gretel“ geben, Regisseurin Jasmin Solfaghari erarbeitet für die zu nutzende, geschrumpfte Bühne eine halbszenische Fassung. Insgesamt 14 Mal steht dann bis Jahresende die Märchenoper auf dem Spielplan im Kraftwerk Mitte. Ebenfalls halbszenisch kommt auch Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ zur Aufführung – darunter in zwei Vorstellungen am Silvestertag; am 13. und 14. Dezember gastiert das Ensemble mit einer konzertanten Darbietung von Leonard Bernsteins „Wonderful Town“ im Konzertsaal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (15 Euro auf allen Plätzen). Stattfinden kann auch das Konzert Tom Gaebel & his Orchestra am 27. Dezember in der Staatsoperette. Im Januar 2018 wird dann laut jetzt vorgestelltem Erstatzspielplan zwölf Mal zum Neujahrskonzert eingeladen.

Für den Besucherservice der Staatsoperette bedeutet die Einschränkung des Spielplans, die in der Preisgestaltung und durch Rückerstattungen aufgefangen werden muss, enormen Organisations- und Arbeitsaufwand: Kunden mit Vollpreis- und ermäßigten Karten sowie Abonnenten erhalten 25 Prozent des gezahlten Kartenpreises als Kundenguthaben angelegt, sofern dem Theater die Kontaktdaten bekannt sind. Gäste ohne hinterlegte Daten sollten sich an der Theaterkasse melden. Grundsätzlich gilt: Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Wer das Spielplanangebot annehmen möchte, muss sich nicht melden, der Besucherservice nehme individuell Kontakt auf, heißt es.

Natürlich können bereits gekaufte Karten auch grundsätzlich zurückgegeben werden: per Post oder als E-Mail-Anhang unter Angabe der IBAN und vollständigen Anschrift des Kontoinhabers oder persönlich im Besucherservice innerhalb der Vorverkaufszeiten (Mo–Fr 10–18 Uhr). Wer im Dezember das geänderte Angebot nicht wahrnehmen möchte, sollte die Karten bis einen Werktag vor der Vorstellung zurückgeben.

Aufgrund der komplizierten Situation können Neubuchungen für die Vorstellungen im Dezember nach heutiger Einschätzung erst ab 23. November angenommen werden. Ihre Besucher verweist die Staatsoperette auf die aktuellen, detaillierten Informationen auf www.staatsoperette.de.

Woran Staatsoperetten-Intendant Wolfgang Schaller aber trotz der erschwerten Bedingungen unbedingt festhalten möchte, ist die Neuinszenierung von Paul Linckes Operette „Frau Luna“. Die sollte nach ursprünglicher Planung eigentlich am 27. Januar Premiere haben und dann bis Saisonende noch 15 Mal gegeben werden. Unverzichtbar für den Spielplan seines Hauses, betont Schaller. Auf dem Mond, wohin es (im Traum?) die Handelnden in „Frau Luna“ verschlägt, wird die Premiere dann wohl doch nicht stattfinden müssen, wo indes in Dresden, das steht noch in den Sternen. Aber bei der Operette gibt’s ja fast immer ein Happy End ... Schließlich kehren auch bei Lincke Mechaniker Steppke und Mitstreiter schließlich an ihren geliebten Heimatort zurück!

Von Kerstin Leiße

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