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Hängepartie für riesa efau Dresden - Büroräume sind weiter gesperrt

Hängepartie für riesa efau Dresden - Büroräume sind weiter gesperrt

Es war ein Freitag vor gut zwei Monaten, als die Mitteilung der Stadtverwaltung beim riesa efau eintrudelte. Quintessenz: Sperrung von drei Etagen. Grund: statische Unwägbarkeiten nach angeblich ungenehmigten Umbauten (DNN berichteten).

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Übergangsbüro in der Ausstellung der Motorenhalle: Interim im riesa efau.

Das zwang den Kulturverein in der Friedrichstadt quasi über Nacht, seine tägliche Arbeit neu einzurichten. Büros und Kurse zogen unter anderem in die nahe Motorenhalle, den Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Lediglich das Erdgeschoss mit der dortigen Kneipe "Stadt Riesa" und der Konzertkeller, in dem nun die Medienwerkstatt untergebracht ist, blieben offen. Dieser Interimszustand hält weiter an.

Kurze Rückblende: Schon 2009 erhielt der Verein eine Nutzungseinschränkung. Seither dürfen zum Beispiel im Dachsaal, wo früher das kleine Kino Quasimodo Publikum anzog, keine größeren Veranstaltungen mehr stattfinden. "Mit all diesen Einschränkungen können wir aber leben", sagt der Geschäftsführer des Vereins, Frank Eckhardt, und hofft auf den Status quo ante.

Im Sommer 2010 kam die Chance, mit rund 20 000 Euro den Brandschutz im Haus zu verbessern. "Der städtische Brandschutzprüfer sagte, sogenannte Brandschutzdecken seien besonders wichtig, weil sie den Durchlass von giftigem Kohlenmonoxid bei Bränden stark einschränken", erzählt Eckhardt. Der Knackpunkt: Die Stadt spricht von "ungenehmigten Bauarbeiten". Eckhardt versichert: "Wir haben bei einem Treffen sehr genau gesagt, was wir machen wollen." Und räumt ein: "Was wir noch hätten machen sollen, war eine formelle Baubeginnanzeige beim Amt." Dass alles aber vorerst ohne Baugenehmigung passiere, sei "völlig klar" gewesen.

Doch das Amt lehnte eine erste Statikprüfung ab, eine zweite folgte und liegt nun seit sechs Wochen bei der Stadt. Das Brandschutzkonzept habe der Prüfer seit 14 Tagen, sagt Eckhardt. Wie es nun weitergeht? Unklar. Eine Antwort der Stadt auf eine entsprechende Anfrage lässt eher vermuten, dass sich die Hängepartie weiter hinzieht. Ein "Prüfbericht zur Standsicherheit" liege vor, in dem bauliche Nachbesserungen gefordert würden. Sie seien "bis dato weder als Planung noch geprüft vom riesa efau vorgelegt. Ein Vollzug wurde ebenfalls nicht gemeldet." Ob das Brandschutzkonzept schon beim Prüfer sei, wisse man nicht. Der Statiker hat aber den Angaben der Stadt zufolge am 14. Oktober angekündigt, dieses Konzept selbst bearbeiten und mit dem Prüfer abstimmen zu wollen, innerhalb von vier Wochen.

Das ganze Hin und Her lässt auf eine Form von fehlender Kommunikation schließen. Stadt, Bauamt und eine der größten soziokulturellen Einrichtungen sollten in der Lage sein, die Situation rasch zu bereinigen. Immerhin plant der Verein noch einen Neubau, der zu großen Teilen noch 2012 über die Bühne gehen müsste, damit die Fördergelder fristgerecht abgerufen werden können. Also müssen die Beteiligten vernünftig kooperieren. Reichlich viele Baustellen.

Torsten Klaus

www.riesa-efau.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.11.2011

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