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Gunter Berger soll Leiter aller Philharmonischen Chöre in Dresden werden

Gunter Berger soll Leiter aller Philharmonischen Chöre in Dresden werden

Gunter Berger wird mit Beginn der Spielzeit 2012/13 neuer Chordirektor bei der Dresdner Philharmonie. Wie das städtische Orchester gestern mitteilte, wird mit Berger künftig nur noch ein Dirigent alle vier der Philharmonie angeschlossenen Chöre - Philharmonischen Chor, Kammerchor, Jugendchor und Kinderchor - leiten.

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Gunter Berger

Die bisherigen Chordirektoren Matthias Geissler (Erwachsenen- und Kammerchor) und Jürgen Becker (Jugend- und Kinderchor) vollenden beide im Laufe der aktuellen Spielzeit das 65. Lebensjahr und gehen im Sommer 2012 in den Ruhestand.

Gunter Berger wurde nach Stellenausschreibung, Auswahlverfahren und Probedirigat für die Laienensembles der Philharmonie gefunden. 1962 in Greifswald geboren, studierte Berger in Weimar und Leipzig Schulmusik und Orchesterdirigieren. 21 Jahre lang - bis vergangenen Sommer - war er Dirigent des MDR Kinderchores, den er über die Jahre zu einem leistungsfähigen, angesehenen Ensemble formte. Daneben übernahm er Einstudierungen bei anderen Chören (u.a. Rundfunkchor Berlin) und Dozententätigkeiten. Nach Lehraufträgen an der Leipziger Musikhochschule und der dortigen Universität ist Berger seit 2009 Professur für Chor- und Ensembleleitung an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar.

Für die Arbeit in Dresden steht also ein erfahrener Mann zur Verfügung, gleichwohl werden sich aus der Personalie wie aus der Stellenverschmelzung bei der Philharmonie Fragen ergeben. Über die Gründe für Bergers Kündigung beim MDR ist viel spekuliert worden. Sein offizieller lautete Doppelbelastung durch zwei Jobs, vermutet wurde Unzufriedenheit über Einsparmaßnahmen beim MDR Kinderchor. In Dresden tritt der Weimarer Professor nun eine Stelle an, die aus Sparmaßnahmen heraus überhaupt ihr jetziges Profil erhielt. Er wird für vier Chöre unterschiedlichen Profils zuständig sein, jeder davon hat wöchentlich Gesamt- plus Registerproben. Zum Kinderchor, der deutschlandweit eines der besten Ensembles seiner Art ist, gehört zudem eine Vorbereitungsklasse für den Chornachwuchs.

Gegründet wurde der Philharmonische Chor auf Initiative Kurt Masurs 1967, nachdem sich bereits Masurs Vorgänger Heinz Bongartz und Horst Förster mit solchen Plänen getragen hatten, um auch der chorsinfonischen Literatur angemessenen Raum im Repertoire des Orchesters einräumen zu können. Erster Chordirektor des damals aus einem Erwachsenen- und einem Kinderchor bestehenden Ensembles, mit dem Masur gleich sein Antrittskonzert mit der 9. Sinfonie Beethovens bestritt, wurde Wolfgang Berger. Um die Arbeit mit den unterschiedlichen Altersgruppen besser modifizieren zu können, trennte man 1974 die Ämter. Wolfgang Berger behielt den Kinderchor unter seinen Fittichen, nach seiner Pensionierung 1989 übernahm Jürgen Becker das Amt und gründete zeitgleich auf Initiative des damaligen Chefdirigenten Jörg-Peter Weigle den Jugendchor.

Die Leitung des Erwachsenenchores hatte zwischenzeitlich Herwig Saffert inne, seit 1980 steht Matthias Geissler dem ambitionierten Chor vor, der auf stets hohem Niveau die Philharmonie bei entsprechenden Konzerten unterstützt. Rund 500 Aufführungen mit etwa 150 chorsinfonischen Werken, Oratorien und konzertant aufgeführten Opern unter den jeweiligen Chefdirigenten bzw. 80 Gastdirigenten nennt die Chronik seit der Gründung. Der Kammerchor ist zudem als A-cappella-Ensemble im Geschäft und konnte mit diversen Reisen ebenfalls überregional auf sich aufmerksam machen.

In den letzten Jahren wurde die so wertvolle Zusammenarbeit der Philharmonie mit ihren Chören teilweise Schmalspur gefahren. Der neue Chefdirigent Michael Sanderling verspricht nun laut Pressemitteilung des Orchesters: "Wir werden sehr eng zusammenarbeiten und bald wieder gehäufter als große philharmonische Familie auftreten". Er sei "gleichermaßen begeistert und beruhigt", dass Gunter Berger als Leiter für die philharmonischen Chöre engagiert werden konnte, so Sanderling.

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Zu einem Jubiläumskonzert wird am Sonntag, 15 Uhr ins Weber-Museum Dresden-Hosterwitz eingeladen. Einen Tag nach dem 225. Geburtstag Carl Maria von Webers erklingen im ehemaligen Sommerwohnsitz des Komponisten Kammermusikwerke, die zum Teil während seiner Aufenthalte in Hosterwitz entstanden sind. Es musizieren die Soloflötistin der Belgrader Philharmonie Stana Krstajic, der Cellist Bruno Borralhinho von der Dresdner Philharmonie und die Pianistin Mirjana Rajic von der Dresdner Musikhochschule. sf

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.11.2011

DNN

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