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Regional Geburtstagsständchen für Richard Wagner in Dresden: Tausende lauschen gemeinsam mit Olaf Schubert
Nachrichten Kultur Regional Geburtstagsständchen für Richard Wagner in Dresden: Tausende lauschen gemeinsam mit Olaf Schubert
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19:18 09.09.2015
Olaf Schubert hielt die Festrede auf Wagner Quelle: Christian Juppe
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Während in der Semperoper das Orchester und Chefdirigent Christian Thielemann ein Programm mit Auszügen aus Wagner-Opern boten, konnten draußen die Fans auf dem Theaterplatz auf einer großen Videowand das Geschehen miterleben.

Thielemann entfaltete die ganze Klangpracht der „Wunderharfe“ - so wurde die Hofkapelle in Dresden von Wagner genannt. Startenor Jonas Kaufmann (Tenor) wurde mit Bravo-Rufen und tosendem Applaus gefeiert - genau wie die Musiker und Thielemann. Das Programm enthielt Auszüge aus Werken, die Wagner in Dresden uraufführen ließ oder die hier entstanden - „Rienzi“, „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“. Hinzu kam die „Faust“-Ouvertüre aus einer unvollendet gebliebenen Sinfonie Wagners.

Die Dresdner komplettierten das mit einem Stück von Hans Werner Henze. Der im Herbst 2012 in Dresden gestorbene Komponist hatte ursprünglich im Auftrag der Staatskapelle und der Salzburger Festspiele ein Stück mit dem Arbeitstitel „Isoldes Tod“ schreiben wollen. Er kam nicht mehr dazu. Thielemann wählte deshalb Henzes Orchesterstück „Fraternité“. Die Dresdner wollten praktisch in das Jubiläum „hereinfeiern“.

Die Festrede auf dem Theaterplatz hielt Comedian Olaf Schubert, der auf launige Art den Maestro auch kritisch hinterfragte. Der Komiker philosophierte unter anderem über die hinlänglich bekannten Geldprobleme Wagners und stellte eine Beziehung zur aktuellen Finanzkrise her. Parallel mit der Aufführung in der Oper wurde auf dem Theaterplatz der „Einzug der Gäste“ aus dem „Tannhäuser“ angestimmt. Kaufmann und Thielemann nahmen anschließend noch ein Bad in der Menge. Der Dirigent räumte dabei eine „fast grenzenlose Verehrung“ für Wagner ein: „Man liegt ihm zu Füßen“.

Fotos: Christian Juppe

dpa

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