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Gebürtige Dresdnerin im neuen ARD-Märchenfilm „Das Wasser des Lebens“

Fernsehen Gebürtige Dresdnerin im neuen ARD-Märchenfilm „Das Wasser des Lebens“

Davon geträumt, eines Tages mal Prinzessin zu sein, hatte Marlene Tanczik eigentlich nie. Lieber Ronja Räubertochter oder Pippi Langstrumpf. Inzwischen ist die gebürtige Dresdnerin eine junge Schauspielerin und im neuen ARD-Märchenfilm „Das Wasser des Lebens“ zu sehen – als Prinzessin.

Die Schauspieler Ingolf Lück, Gil Ofarim, Marlene Tanczik, Matthias Brenner, Gustav Schmidt, Marcel Gewehr und Luca Zamperoni (l-r) in Grevenbroich vor dem Drehort Schloss Hülchrath.
 

Quelle: Henning Kaiser/dpa

Dresden.  Einmal Prinz oder Prinzessin sein. Welches Kind träumt davon nicht? Nun ja, Schauspielerin Marlene Tanczik. Sie wollte lieber eine Ronja Räubertochter oder Pippi Langstrumpf sein, wenn sie mal groß ist. Doch nun ist anders gekommen. Im neuen ARD-Märchenfilm „Das Wasser des Lebens“ verkörpert sie Prinzessin Frederike. Schnell merkte Marlene Tanczik, dass es doch ganz schön sein kann, Prinzessin zu spielen. Vor allem der Mut gefalle ihr an diesem Charakter. In dem Film versuchen die zwei Prinzen Falk (Gil Ofarim) und Lennard (Gustav Schmidt), ihren Vater, König Ansgar (Matthias Brenner), vor dem sicheren Tod zu bewahren, und machen sich auf die Suche nach dem Wasser des Lebens. Während Falk jede Hilfe ausschlägt und verunglückt, landet Lennard schließlich im verwunschenen Schloss und trifft auf Prinzessin Frederike. Sie hilft ihm, drei Aufgaben zu lösen, um an das lebensrettende Wasser zu gelangen. Damit im Gepäck, kehrt er heim und rettet nebenbei noch seinen machtbesessenen Bruder Falk. Doch bereits warten die nächsten Probleme auf den jungen Prinzen, und auch von Prinzessin Frederike ist vorerst weit und breit keine Spur...

 Marlene Tanczik ist 1993 in Dresden geboren und aufgewachsen. Bereits mit drei Jahren begann sie mit dem Tanzen, mit 13 Jahren absolvierte sie eine vorprofessionelle Tanzausbildung. An der Palucca Hochschule für Tanz ihrer Heimatstadt war sie Teil der „Carrot Dancers“ und an vielen freien Projekten beteiligt. Derzeit tanzt Marlene Tanczik nur noch selten in Theaterstücken am Schauspiel Köln, wie sie den DNN erzählt. „Um ehrlich zu sein, vermisse ich das Tanzen schon sehr“, gibt sie zu. 2014 begann sie ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und widmete sich zunehmend der Schauspielerei. Das kam jedoch nicht von ungefähr: „Ich hatte diesen Traum schon länger“, erzählt die junge Frau. Nach dem Abitur hat sie an verschiedenen Schauspielschulen vorgesprochen und sich nach eigener Aussage mit jeder Monologprobe mehr in das Spielen verliebt. Da kam die Zusage für das Studium in Leipzig gerade recht. Inzwischen befindet sie sich im letzten Studienjahr, mittlerweile am Schauspielstudio in Köln.

Nun also hat Marlene Tanczik eine Hauptrolle ergattert. Auf der Frankfurter Buchmesse erlebte sie den fertigen Film zum ersten Mal auf großer Leinwand. „Es ist schon etwas seltsam, sich so zu sehen“, erinnert sich Marlene Tanczik an den Moment. Auch wenn sie sehr kritisch mit sich sei, findet sie den Film gelungen. Natürlich wird er zu Wehnachten gemeinsam mit der Familie in Dresden geschaut, versichert Prinzessin Frederike. So ganz nebenbei haben die Dreharbeiten Marlene Tanczik die Erfüllung noch eines anderen Kindertraums beschert: Sie musste für die Rolle Reitunterricht nehmen. „Da ich es als Kind nie so richtig gelernt habe, war das eine wundervolle Gelegenheit für mich“, erzählt die Schauspielerin. Auch zu ihrer Rolle habe sie sehr schnell einen Zugang gefunden: „Sie ist eine mutige und freche Prinzessin, die ihr Herz am richtigen Fleck hat und sagt, wenn ihr etwas nicht passt. Das hat mir von Anfang an gut gefallen.“ Insgesamt neun Drehtage verbrachte sie am Set, in Schlössern und einem alten Bergwerk.

Davon können sich die Zuschauer am ersten Weihnachtsfeiertag dann selbst überzeugen. Ohne viel vorweg nehmen zu wollen, aber ein aus anderen Märchen nicht ganz unbekannter Fluch hat Prinzessin Frederike in einen tiefen Schlaf versetzt, und natürlich kann sie nur der Kuss eines Prinzen wecken. Gesagt, getan, denkt sich Lennard...

Inzwischen hat Marlene Tanczik schon eine weitere Serie abgedreht. In der Dokumentation „Die Eiserne Zeit“, die Geschichten von Menschen im Dreißigjährigen Krieg erzählt, spielt sie Anna Margaretha Wrangel. Die junge Frau musste mit acht Jahren zusehen, wie ihre ganze Familie umgebracht wird. Während des Krieges heiratete sie den schwedischen Heerführer Carl Gustav Wrangel. Gedreht wurde in Riga, der Hauptstadt von Lettland. Die Dreharbeiten dauern noch bis zum Ende des Jahres, ein Ausstrahlungsdatum ist noch nicht bekannt.

Eine Prinzessin hat Marlene Tanczik nun also schon gespielt, ebenso eine Frau im 17. Jahrhundert. Mal sehen, was 2018 für die junge Schauspielerin bereithält. Wenn sie sich eine Rolle aussuchen könnte, dann wäre es die einer Astronautin...

 Ausstrahlungstermin: 25. Dezember, 14.45 Uhr (WDR/ARD)

Von Lisa-Marie Leuteritz

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