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Regional Früheres Kühlhaus Friedrichstadt: Rückkehr von DDR-Relief nach Dresden ist ungewiss
Nachrichten Kultur Regional Früheres Kühlhaus Friedrichstadt: Rückkehr von DDR-Relief nach Dresden ist ungewiss
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20:28 09.09.2015
Das Relief war viele Jahre lang Teil des Friedrichstädter Kühlhauses.

Jener Anton Volmer hatte vor sieben Jahren das alte Kühlhaus in der Friedrichstadt abgerissen und an der Magdeburger Straße das Parkhaus Mitte errichtet. Die Stadt verknüpfte allerdings die Baugenehmigung mit der Auflage, dass Volmer das Relief erhält und öffentlich präsentiert.

Es zeigt einen Arbeiter mit einem Hammer in der rechten Hand, der mit der linken ein stilisiertes DDR-Wappen hält, und erinnert daran, dass der Industriebau hochgezogen wurde, als gerade der erste Fünfjahrplan der damals noch jungen DDR zu erfüllen war.

Soweit schien alles unproblematisch, hätte im Zuge der Abrissarbeiten im Kühlhaus nicht jemand etwas viel Schwung geholt, um mit der Abrissbirne direkt gegen das Relief zu knallen. Nun liegen dessen Bruchstücke einsam bei einem Restaurator in Zittau.

Volmer, nach wie vor an die Auflage der Stadt von 2005 gebunden, nahm vor einiger Zeit die Restaurierung des Reliefs in Angriff. Doch wie gestern im Kulturausschuss des Stadtrates bekannt wurde, ist mit einer zügigen Fertigstellung der Arbeiten nicht zu rechnen. "Der Investor hat die Einstellung des Restaurierungsprozesses uns gegenüber mit wirtschaftlichen Problemen infolge einer Steuerrückzahlung begründet", erklärte Dresdens Kulturamtschef Manfred Wiemer.

Der weitere Verfall des Reliefs sei zwar vorerst gestoppt, Volmer verstoße derzeit aber trotzdem gegen die erteilte Baugenehmigung für das Parkhaus. "Grundsätzlich steht es uns als Stadt natürlich jederzeit frei, mehr Druck auf ihn auszuüben, damit er seinen Teil des Vertrages vollständig erfüllt", betont Wiemer. Anders als geplant, fasste der Kulturausschuss gestern aber keinen Beschluss über das weitere Vorgehen der Verwaltung. Stattdessen muss sich demnächst erneut der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau damit beschäftigen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2012

Christoph Stephan

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