Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Freundschaft, Mode, Aids - Ausstellungen im Dresdner Hygiene-Museum
Nachrichten Kultur Regional Freundschaft, Mode, Aids - Ausstellungen im Dresdner Hygiene-Museum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:51 09.09.2015
Quelle: Dominik Brüggemann
Anzeige

Den Auftakt macht „Freundschaft. Die Ausstellung über das, was uns verbindet“ (18. April bis 1. November).

Sie widmet sich der Renaissance eines Wertes in Zeiten von Social Media und allgemeiner Verunsicherung. „Freundschaft ist heute so attraktiv, weil sie Sicherheit und Solidarität verspricht, ohne dabei das Freiheitsbedürfnis des Einzelnen einzuschränken“, lautet die zentrale These der Exposition.

Vom 6. Juni bis 23. August folgt „A.I.D.S“ als Bildgeschichte der Kommunikation über die Krankheit. Das Hygiene-Museum besitzt nach eigenen Angaben die weltgrößte Plakatsammlung zu diesem Thema - mehr als 10 000 Aids-Plakate aus 147 Ländern, bei denen die Prävention im Vordergrund steht. Als dritte Sonderausstellung folgt im Herbst die Schau „Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode“. Sie entstand im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und hat dort demnächst Premiere. Dresden ist die zweite Station. Die Schau bewegt sich im Dreieck von Konsum, Ökonomie und Ökologie. Direktor Vogel will vor alle jene jungen Besucher erreichen, die mit großen Beuteln von Billigmarken ins Museum kommen, weil sie einen Besuch dort mit einem Gang in Dresdner Klamottenläden verbinden.  

Ferner will das Museum seine Dauerausstellung an einigen Stellen überarbeiten und eine neue Konzeption für das integrierte Kindermuseum entwickeln. Vogel gab bereits einen Ausblick auf das Jahr 2016. Dann sollen die Themen „Sprache“ - eine Ausstellung in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt - und „Scham“ eine Rolle spielen.

Der Direktor verwies am Donnerstag auch auf finanzielle Probleme. Seit Gründung der Museumsstiftung 1999 ist die Grundfinanzierung von jeweils 2,5 Millionen Euro von der Stadt Dresden und dem Land Sachsen trotz steigender Preise konstant geblieben. Beide Geldgeber zahlen seit 2013 je 100 000 Euro pro Jahr über einen zusätzlichen Haushaltstitel. Einen Extra-Etat für Renovierung und Baukosten gibt es nicht mehr. „Da bröckelt der Putz, da regnet es zum Dach herein“, beschrieb Vogel den Reparaturbedarf. In Gesprächen mit den Stiftern will er erreichen, dass zumindest die Tarifsteigerungen übernommen werden und nicht zulasten des Ausstellungsetats gehen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Hegenbarth-Künstlerstipendiaten des Jahres 2014 sind vorgestellt, deren vielversprechende Portfolios sich aus über 40 Bewerbungen hervorgetan hatten.

25.06.2018

Am morgigen Sonntag wird sie 85 Jahre, trotzdem strahlt Ursula Rzodeczko mit jugendlich wirkendem Gesicht, als sie über ihr Künstlerleben spricht. Es gibt noch Reibungen, die sie jung erhalten.

19.06.2018

Wer vor sieben Jahren daran gedacht hätte, dass in der so frisch wie mutig gestarteten Veranstaltungsreihe Feature-Ring einmal das 50. Konzert ausgerichtet werden würde, wäre vermutlich ungläubig belächelt worden.

09.02.2018
Anzeige