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Regional Frank Apel verlässt die Schauburg Dresden
Nachrichten Kultur Regional Frank Apel verlässt die Schauburg Dresden
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18:15 09.09.2015
Frank Apel Quelle: Andre Kempner

Damit verlässt er nach 20 Jahren Leitungsarbeit die "große alte Dame" der Dresdner Arthouseszene. Apel selbst bestätigte seinen Ausstieg gegenüber den DNN. Äußern möchte er sich jedoch nicht, sondern verweist auf "eine kurze Presseerklärung", die er Ende September abgeben will. Zuvor will sich Apel bei der 150. "Rumpelkammer", der monatlichen Filmdevotionalien-Versteigerung, am 29. September von seinem Publikum verabschieden.

Nach Apels Finale als "Schaubürger" ist nun der 36-jährige Stefan Ostertag alleiniger Chef. Der Schulkino- und Kinolino-Macher hielt bereits seit 2009 parallel als Geschäftsführer die Schauburg-Geschicke in seiner Hand. Mit der Verlängerung des Pachtvertrages und der vollständigen Digitalisierung ist er erste Schritte in die Zukunft des betagten Filmtheaters gegangen. Seit dem 20. Juli arbeiten die Vorführer in allen drei Sälen mit digitaler Technik. Allerdings werden bei Bedarf auch noch die klassischen Projektoren angeworfen, die jahrzehntelang zuverlässig 35-Millimeter-Filme abspielten, verspricht Ostertag. Zum Thema Sanierung hüllt sich der Schauburg-Chef dagegen bislang in Schweigen.

Die letzte große Baumaßnahme in der Schauburg liegt bereits 20 Jahre zurück. Im Juli 1993 hatten die Dresdner Kinomacher Frank Apel, Sven Weser und Dirk Hennings mit ihrer Nickelodeon Filmtheaterbetrieb Dresden GmbH das Haus übernommen. Damit erlösten sie das 1927 eröffnete Gebäude aus einer Art Standby-Zustand. Zwar hatte nach der Wende die "Neue Constantin" des Münchner Filmproduzenten Bernd Eichinger die Schauburg von der Treuhand erworben und bespielt, aufgrund des unattraktiven Programms war die tägliche Besucherzahl bis in den zweistelligen Bereich abgerutscht. Die "Constantin" wollte das Kino daraufhin loswerden. Die Dresdner "Nickels", die 1993 das PK Ost, Nickelodeon, Casablanca und das Filmtheater am Hauptbahnhof betrieben, konnten den Kinokonzern Kieft dazu bewegen, die Immobilie zu kaufen und an sie zu verpachten. Sie sanierten das Haus grundlegend, rissen die in den 70er Jahren eingebaute und beim Publikum enorm beliebte Visionsbar raus und richteten drei Säle ein. Der 5. Mai 1994 wurde dann zum zweiten Geburtstag der Schauburg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2013

Tanja Tröger

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