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Regional Felix Räuber stellt seinen „Cinematic Pop“ vor
Nachrichten Kultur Regional Felix Räuber stellt seinen „Cinematic Pop“ vor
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09:38 26.02.2018
Felix Räuber (l.) mit Nick Baumann bei der Premiere seines Musikvideos zur EP „Wall“ im Thalia-Kino.  Quelle: Sebastian Burkhardt
Dresden

 Vor mehr als sechs Jahren beschlossen die Jungs von Dresdens erfolgreichster Band Polarkreis 18, vorerst nicht mehr gemeinsam auf der Bühne stehen zu wollen. Wie auch die anderen Bandmitglieder widmete sich Sänger Felix Räuber seit dem neuen Projekten, zog nach Berlin und probiert sich seit dem an viel Experimentellem. In Dresden präsentierte er am Sonnabend Freunden und seiner Familie im Neustädter Thalia-Kino die Früchte seiner aktuellen Arbeit und einen Vorgeschmack auf seine neue EP „Wall“ – samt bildgewaltigem Musikvideo.

„Cinematic Pop“ nennt Felix Räuber seinen neuen Musikstil – und was das bedeutet, zeigte er in einer kleinen Live-Session vor den vollen Rängen des Thalia-Kinos. Mit Laptop und zwei Keyboards mischte der Wahl-Berliner elektronische Sounds und rhythmische Melodien, unterlegt mit orchestralen Arrangements. „Das soll nur ein kleiner Eindruck von der Richtung sein, in die es auf meiner neuen EP ’Wall’ gehen wird“, so Räuber.

Von äußeren Grenzen und inneren Mauern

Die wird am 29. Mai veröffentlicht und enthält fünf Titel, inklusive drei ausdrucksstarker Musikvideos. Das erste zum Leadtrack „Wall“ wird bereits am Freitag offiziell online gehen und feierte seine Premiere schon am Sonnabend im Thalia-Kino. Dort war Räuber gemeinsam mit dem elfjährigen Dresdner Nick Baumann inmitten von Dutzenden Dominosteinen in eindrücklichen Arrangements, unterlegt von experimentellem Elektro-Pop, zu sehen. „Es sollen schon so ein bisschen die Einflüsse aus Richtung Film- und Kinomusik deutlich werden“, so der Künstler. Komponiert hat Räuber alles selbst, auch seine Stimme legt er ab und zu über die ursprünglich rein akustisch geplanten Sets.

Den Titel „Wall“ hat das ehemalige Ostblock-Kind Räuber natürlich nicht zufällig gewählt. Im Video wird die Auseinandersetzung mit äußeren Grenzen und inneren Mauern deutlich. Es geht dabei nicht nur ums Erwachsenwerden und eine ganze Bandbreite an Gefühlen. Gedreht haben der Musiker und sein Team ausschließlich in Dresden, nämlich im Lipsiusbau, „wie schon zu Polarkreis-Zeiten“, so Räuber. Sechs Monate arbeitete er an Idee und Konzept für das Video, das schließlich von Kameramann Hans Bauer und in Co-Regie von Nora Otte umgesetzt wurde.

Intro von „Wall“ Quelle: Sebastian Burkhardt

Obwohl der 33-Jährige seit längerer Zeit in der Hauptstadt wohnt, zieht es ihn immer wieder in seine künstlerische Heimat Dresden. „In Berlin ist man einfach näher dran am Geschehen, es gibt dort unzählige Connections und viel kreative Energie“, so Räuber. Doch einen Großteil seiner Kreativität beziehe er aber immer noch aus Dresden. „Fast mein gesamtes Team, viele meiner Freunde und auch meine Familie leben hier. Dresden ist eine sehr imponierende Stadt.“

Deshalb kommt Räuber auch pünktlich zum Release der EP am 29. Mai zum Konzert in das Societaetstheater nach Dresden. „Dann hoffentlich auch mit einem Streicherensemble“, so der Musiker. Vorher wird noch im April die zweite Single „Every Motion“ ausgekoppelt. Das zugehörige Musikvideo entstand mit zwei Balletttänzern aus Dresden.

Von Sebastian Burkhardt

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