Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Es war einmal... Kreuzschüler feierten Premiere mit "Märchenstunde"
Nachrichten Kultur Regional Es war einmal... Kreuzschüler feierten Premiere mit "Märchenstunde"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 09.09.2015
Kreuzschüler laden zur "Märchenstunde": Das von den Schülern inszenierte Stück ist heute Abend noch einmal auf der Bühne zu sehen. Quelle: Anja Schneider

Schüler der elften Klasse der Kreuzschule habe sich mit eben jenen Erinnerungen an Märchen kreativ auseinandergesetzt und sie in ein Theaterstück umgewandelt.

Ein sorbisches Spinnerlied aus dem frühen 20. Jahrhundert erklingt, eines jener Lieder, die man sich beim Geschichtenerzählen eben anhört. Auf der Bühne: Schüler der Dresdner Kreuzschule. Am Mittwoch feierte der Grundkurs Darstellendes Spiel die Premiere seines Stückes "Märchenstunde - Wo das wünschen noch geholfen hat" unter der künstlerischen Leitung von Dr. Kornél Magvas, Lehrer für Deutsch, Musik und Darstellendes Spiel.

Hexenverbrennung und Folter

"Es fällt mir schwer, mich noch genau an die Geschichte zu erinnern", "Märchen waren oftmals so unnötig grausam und gewalttätig", "Das Geschichtenbuch roch so süßlich, muffig und nach Staub... und erst die wasserfarbenen Bildchen": Wort- und Satzfetzen, kleine Anekdoten und Geschichten spiegeln die frühsten und persönlichen Kindheitserinnerungen an Märchenerzählungen der Protagonisten wider. Sie leiten das Stück ein und ziehen sich im weiteren Verlauf wie ein roter Faden durch die Szenen.

"Zu Beginn des Schuljahres im September haben wir im Kurs Darstellendes Spiel zusammengetragen, was wir mit Märchen verbinden. Mit Märchen assoziiert man erst einmal eintönige, altertümliche Geschichten. Wir haben aber versucht, verschiedene Facetten aus den alten Geschichten der Gebrüder Grimm, von Georg Büchner, Martin Mosebach und Peter Wawercinek herauszufiltern", erzählt Xenia Grohmann. Die 16-Jährige ist Schülerin der elften Klasse der Kreuzschule und Mitwirkende von "Märchenstunde". "Wir haben unsere Gedanken, Ansätze und Emotionen in Szenen verarbeitet und diese aneinander gereiht." Mit der Neuinszenierungen versuchen die Schüler, eben diese Eindrücke und auch ihr Verständnis der Märchen aufzuarbeiten. "Erst Jahre später merkt man zum Beispiel, wie grausam Märchen im Grunde sind", so Xenia. Zurecht: Hexen werden bei lebendigem Leib im Ofen verbrannt oder die falsche Braut in der "Gänsemagd" in einem mit Nägeln beschlagenen Fass zu Tode geschleift. Die Schüler glänzen nicht nur mit Einfallsreichtum, sondern spielen auch mit musischen Einlagen. "Drei von uns singen auch im Kreuzchor", erzählt Xenia. Unvergessen bleibt Ji Hoon Bang, der auf seiner Ukulele "Fairytale" von Alexander Rybak anstimmt: "I'm in love with a fairytale, even though it hurts", singt der Schüler. Heute Abend um 20 Uhr haben Märchen- und Theaterinteressierte noch einmal die Gelegenheit, "Märchenstunde - Wo das Wünschen noch geholfen hat" auf der Bühne der Aula der Kreuzschule, Dornblüthstraße 4, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

www.kreuzschule.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2015

Juliane Weigt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Hegenbarth-Künstlerstipendiaten des Jahres 2014 sind vorgestellt, deren vielversprechende Portfolios sich aus über 40 Bewerbungen hervorgetan hatten.

25.06.2018

Am morgigen Sonntag wird sie 85 Jahre, trotzdem strahlt Ursula Rzodeczko mit jugendlich wirkendem Gesicht, als sie über ihr Künstlerleben spricht. Es gibt noch Reibungen, die sie jung erhalten.

19.06.2018

Wer vor sieben Jahren daran gedacht hätte, dass in der so frisch wie mutig gestarteten Veranstaltungsreihe Feature-Ring einmal das 50. Konzert ausgerichtet werden würde, wäre vermutlich ungläubig belächelt worden.

09.02.2018
Anzeige