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Regional Ein Glückwunsch an den Intendanten der Dresdner Staatsoperette Wolfgang Schaller
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11:07 27.12.2016
Wolfgang Schaller im kürzlich im Kraftwerk Mitte neu eröffneten Saal der Staatsoperette.  Quelle: Stephan Floß
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Dresden

 Wir erleben in diesen Tagen eine wahrhaft geniale Planung. Ein Ensemble, der Intendant vornean, schenken sich ein funkelnagelneues Theater. Und das genau zum 65. Geburtstag eben dieses Intendanten. Wo gab es das schon einmal? – nirgends! Ein solches Doppeljubiläum ist wohl einmalig. Glückwünsche zu solchem Anlass wird es genügend geben. Von denen, die daran geglaubt haben, in Dresden ein neues Haus für ein Ensemble der heiteren Muse eröffnen zu können. Aber auch weniger herzlich von den Zweiflern, denen es eben recht gewesen wäre, wenn die Operette unter den schwierigen Bedingungen in Dresden-Leuben geblieben wäre.

Der Weg in die Innenstadt von der Idee bis zur ersten Premiere im Kraftwerk war hart, nervend, war Hoffnung, aber auch Enttäuschung. Aber der nie versiegende Optimismus Wolfgang Schallers machte manches erträglich. Die Berg- und Talfahrt hatte ja vor allem der Intendant durchzustehen. In keinem Falle allerdings ist das ganze Ensemble zu vergessen. Schaller schaffte es, seine Mitarbeiter natürlich vom Intendanten an bis zum Pförtner mit Hilfe eines Haustarifvertrages zu einem nicht unerheblichen monatlichen Lohnverzicht zu bewegen. Ihm erschien es wichtig, nicht nur mit der künstlerischen Arbeit und dem Hinweis auf Unzulänglichkeiten im Leubener Haus ständig hinzuweisen, sondern auch jetzt noch einen stattlichen Zuschuss zur gesamten Bausumme zu leisten. Diese Haltung aller Mitarbeiter war ein wohlüberlegter und mutiger Schritt, der bei den Verantwortlichen der Stadt die notwendige Grundsatzentscheidung zum Kraftwerk beeinflusste. Heute an seinem Geburtstag ist das Ziel erreicht. Das neue Haus strahlt in festlichem Glanz und lädt das Dresdner Publikum und seine Gäste zum Verweilen ein.

Meine besten Wünsche zum Gedeihen des Theaters gehen an Wolfgang Schaller. Vor Jahren, als wir miteinander an der Semperoper tätig waren, hatte ich Gelegenheit, sein Interesse an der komplexen Planung künstlerisch organisatorischer Prozesse weiterzuentwickeln. Das war eine gute Zeit. Über zwei Stationen als Intendant kam er zurück nach Dresden. Hier erwartete ihn eine riesige Aufgabe, man kann sagen, sein Lebenswerk. Es ist gelungen! Glückwunsch!

*Hanns Matz war langjähriger künstlerischer Betriebsdirektor und von Januar 1990 bis August 1991 amtierender Intendant der Staatsoper Dresden.

Von Hanns Matz*

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