Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Dresdner Stadtverwaltung hält an Regulierung von Straßenmusik fest
Nachrichten Kultur Regional Dresdner Stadtverwaltung hält an Regulierung von Straßenmusik fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 09.09.2015
Straßenmusiker Michael Pritzke, aufgenommen auf der Münzgasse in Dresden. Quelle: Martin Förster
Anzeige

Dies hat Baubürgermeister (CDU) jetzt mit einem deutlichen Ja beantwortet. Eine Informationsvorlage dazu soll bereits erarbeitet sein, liegt den Stadträten jedoch noch nicht vor.

Die Beschwerden von Anwohnern und Händlern in der Innenstadt hätten sehr stark zugenommen, heißt es in einem Schreiben an die Stadträte. Eine Regelung für Straßenmusik sei „dringend notwendig und unabdingbar sowie seit langem überfällig“. Die Beschwerden zeigten, dass „grundsätzlich keine Bereitschaft vieler Straßenmusiker besteht“, auf die Belange der Anlieger Rücksicht zu nehmen.

Die Grünen-Stadträtin Christiane Filius-Jehne bezweifelt hingegen die Vielzahl der Beschwerden. „Da möchte ich erst einmal Fakten vorgelegt bekommen“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion. Zudem kritisierte sie das eigenmächtige Vorgehen der Verwaltung. Die Stadt sollte prüfen, ob Regeln nötig sind. Dass die Verwaltung jetzt gleich eine Auflagen für Musiker erarbeitet, sei nicht Sinn und Zweck gewesen, so Filius-Jehne.

"Straßenmusik muss auch in Zukunft in Dresden ihren Platz haben. Wer andererseits daran zweifelt, dass Straßenmusik in der Dresdner Innenstadt eine Belastung sein kann, muss nur mit hier lebenden oder arbeitenden Menschen sprechen. Deshalb bedarf es eines fairen Interessenausgleichs", teilte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames am Freitagnachmittag mit.

Anfang Mai hatte die Stadtverwaltung ohne große Vorwarnung strenge Regeln für Straßenmusiker- und –Künstler erlassen. Demnach brauchten Künstler eine Erlaubnis, die nur am Montagvormittag zu beantragen war und 25 Euro kosten sollte. Zudem wurden genau definierte Stellen und Uhrzeiten erlassen, an denen Musiker und Künstler sich positionieren konnten. Nach zahlreicher Kritik und einem Eilantrag von allen Stadtratsfraktionen hatte Hilbert die Regelung damals wieder gekippt.

sl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige