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Dresdner Philharmonie erreicht in Interimszeit Besucherzuwachs

Ohne Spielstätte Dresdner Philharmonie erreicht in Interimszeit Besucherzuwachs

Die Dresdner Philharmonie hat trotz schwieriger Bedingungen ohne eigene Spielstätte die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren erhöhen können. 2016 kamen gut 141 500 Gäste zu den Konzerten des städtischen Orchesters, das sind reichlich 1600 mehr als im Vorjahr.

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Die Dresdner Philharmonie hat trotz schwieriger Bedingungen ohne eigene Spielstätte die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren erhöhen können.

Quelle: PR/Nikolai Lund

Dresden. Die Dresdner Philharmonie hat knapp zwei Monate vor dem Wiedereinzug in den umgebauten Kulturpalast ein positives Resümee ihrer fünfjährigen Interimszeit gezogen. „Das Orchester ist in einem herausragenden Zustand“, sagte Intendantin Frauke Roth am Freitag. Ähnlich äußerte sich der Orchestervorstand. Das Orchester habe sich verändert, aber keinen Schaden genommen, sagte Orchestervorstand Robert-Christian Schuster: „Wir konnten auf unserem Qualitätslevel bleiben, aber es hat Kraft gekostet.“ Durch die Auftritte in verschiedenen Räumen der Stadt sei es gelungen, auch neue Publikumsschichten zu erreichen.

Auch Vorstand Guido Titze vermochte der Zeit des Improvisierens eine gute Seite abzugewinnen. Man habe sich durch die unterschiedlichen Räume auf immer neue Situationen einstellen müssen - ganz wie auf einer Tournee. Das habe die Flexibilität des Orchesters erhöht. Titze zufolge gab es anfangs die Befürchtung, dass mehr Musiker als bei einer normalen Fluktuation üblich dem Orchester den Rücken kehren könnten. Doch das sei nicht eingetreten. „Nun ist die Vorfreude bei allen Kollegen groß“, sagte der stellvertretende Solo-Oboist. Die Philharmonie hatte seit 2012 in diversen Ausweichspielstätten gastiert, darunter im Albertinum und im Schauspielhaus.

Der mit einem Aufwand von rund 100 Millionen Euro umgebaute Kulturpalast soll am 28. April wiedereröffnet werden. Zuletzt hatten Meldungen zu immer neuen Kostensteigerungen für Unruhe gesorgt. Am Donnerstagabend verabschiedete der Dresdner Stadtrat einen weiteren Nachtrag in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Nach den Worten von Intendantin Roth haben die Diskussionen der vergangenen Wochen Spuren hinterlassen: „Es ist ein Krimi auf der Baustelle“. Dennoch blieb sie optimistisch, dass bis zum Finale alles fertig wird, selbst wenn es später an der einen oder anderen Stelle noch Anlaufschwierigkeiten geben könne.

Eines steht dagegen schon fest: Die Philharmonie wird auch nach Besitznahme ihres neuen Saales auf anderen Dresdner Bühnen präsent sein. Das Hygiene-Museum und Schloss Albrechtsberg dienen weiter als Spielstätten für Kammermusik. Zudem spielen die Philharmoniker wie bisher in der Kreuzkirche und in der Frauenkirche. Stolz präsentierte Roth am Freitag Zahlen aus den vergangenen Jahren. 2016 kamen gut 141 500 Gäste zu den Konzerten, reichlich 1600 mehr als im Vorjahr und über 10 000 mehr als im Jahr 2014. Die Auslastung stieg im gleichen Zeitraum von 75 auf 87 Prozent. Die Zahl der Abonnenten wuchs von 6984 (2014) auf 7594 im vergangenen Jahr.

dpa

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