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Dresdner Graphikmarkt bietet breites Angebot an Druckgrafik und anderen Arbeiten

Dresdner Graphikmarkt bietet breites Angebot an Druckgrafik und anderen Arbeiten

3500 Arbeiten "reiner" Druckgrafik wartet der inzwischen 30. Dresdner Graphikmarkt am Wochenende in der Kundenhalle im Sparkassenhaus der Ostsächsischen Sparkasse Dresden auf.

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Dieter Goltzsche. Rotwein. Aquarellierte Radierung. Repro: Heinz Weißflog

Mit ca. Zum Jubiläum bieten 105 Künstler aus Dresden, dem Elbtal von Pirna bis Meißen, aus Leip- zig, Berlin, Chemnitz, Schwerin, u.a. grafische Blätter, Zeichnungen, Aquarelle und andere Arbeiten auf Papier sowie Künstlerbücher und Kunstpostkarten an. Die Arbeitsgruppe Dresdner Graphikmarkt in der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. und der Neue Sächsische Kunstverein e.V. haben ein Jahr lang unter dem Vorsitz von Rainer Müller und Ulrike Scheffler an der Vorbereitung der Verkaufsschau ehrenamtlich gearbeitet.

An den beiden Verkaufstagen sind neben der aus 15 Mitgliedern bestehenden Arbeitsgruppe insgesamt 30 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die sich um Auf-und Abbau, Präsentation, Kassen und Kundenbetreuung kümmern. Dank der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die sich seit 1998 kontinierlich engagiert, war die Ausrichtung des Dresdner Graphikmarktes jedes Jahr gesichert. Der Bogen der ausstellenden Künstler spannt sich vom jüngsten Teilnehmer Falk Geißler aus Leipzig bis zur 94-jährigen Dresdnerin Ann Siebert. Seit seinem Bestehen haben über 300 Künstler an diesem für Dresden wichtigen Ereignis teilgenommen.

Der über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Dresdner Graphikmarkt wurde 1976 von kunstbegeisterten Laien mit Unterstützung des Dresdner Kupferstich-Kabinetts gegründet. Fritz Löffler hatte daran einen besonderen Anteil. Für ihn war Dresden immer eine Hochburg der Druckgrafik. Er sagte u.a. anlässlich der Eröffnung des 1. Dresdner Graphikmarktes im Mai 1976 im Klubhaus "Rudi Arndt": "Durch Jahrzehnte gehört gerade die Grafik zu den schöpferischen Äußerungen Dresdner Künstler. Schon die ,Brücke' begründete ihren Weltruhm vor allem durch ihre grafischen Bekenntnisse. Seit dieser Zeit hat es hier nur wenige große und kleine Meister gegeben, die nicht durch grafische Beiträge Entscheidendes zu ihrem Gesamtœuvre hinzufügten. Ich erinnere aus den 20er Jahren an Oskar Kokoschka und Otto Dix. Nach 1945 war es dann Josef Hegenbarth, dieser große alte Mann der Illustrationsgrafik, dessen Oeuvre inzwischen Europa eroberte und Zeugnis von diesem besonderen Anliegen der Dresdner Künstler ablegte..."

Die Präsentation im Sparkassenfoyer bietet eine Vielfalt, deren geballte Qualität hier gewachsener Kunst sich überdurchschnittlich gut darstellt. Bekannte Namen wie Angela Hampel, Reinhard Springer, Gudrun Trendafilov, Gerda Lepke, Gunter Herrmann, Manfred Butzmann, Werner Wittig, Claus Weidensdorfer, Max Uhlig sind ebenso vertreten wie weniger bekannte, darunter Udo Haufe, Peter Brunko, Helene Heyder. Ein besonderer Höhepunkt sind Arbeiten von Dieter Goltzsche aus Berlin, die die Verkaufsschau krönen, darunter die aquarellierte Radierung "Rotwein".

Diesmal wenden sich die Veranstalter besonders an junge Leute, um vielleicht bei einigen die Sammelleidenschaft zu wecken, besteht doch der Kern der Grafiksammler in der Region aus vorwiegend älteren Kunstfreunden. Man kann sich beraten lassen, das Blatt selbst in die Hände nehmen und mit ihm den Weg zur Kasse gehen. Der Dresdner Drucker Peter Meier demonstriert an beiden Tagen die Technik des Hochdruckes.

Jeweils für jeden der beiden Tage geben die Veranstalter eine Edition heraus: Am Sonnabend frühe Schablonendrucke von Dieter Weise, am Sonntag zwei farbige Serigrafien des in diesem Jahr verstorbenen renommierten Malers und Grafikers Bernd Hahn. Für 10 Euro kann ein von der Dresdner Grafikerin Heike Wadewitz für den Graphikmarkt gestaltetes Plakat, eine Algrafie in drei Farben, gedruckt in der Grafikwerkstatt Dresden von Peter Stephan, erworben werden.

30. Dresdner Graphikmarkt am Sonnabend 10-18 Uhr, am Sonntag 10-16 Uhr, in der Kundenhalle im Sparkassenhaus der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Güntzplatz 5.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.11.2011

Heinz Weißflog

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