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Dresdner Fotograf Matthias Creutziger für Kuba-Kalender ausgezeichnet

„Gregor“-Preis Dresdner Fotograf Matthias Creutziger für Kuba-Kalender ausgezeichnet

Alljährlich stellen sich Hunderte Kalenderhersteller der Jury des Gregor Calendar Award in Stuttgart. 800 Einreichungen aus aller Welt gab es in diesem Jahr - und nur ein einziger Fotokalender wurde prämiiert, dessen Macher aus dem Osten Deutschlands kommt: Dieser Preis ging an „¿Que bolá Cuba? – 2018“ des Dresdner Fotografen Matthias Creutziger.

Das Januar-Foto aus dem Kuba-Kalender „¿Que bolá Cuba? – 2018“ von Matthias Creutziger

Quelle: Matthias Creutziger

Dresden. Gesucht wurde nichts weniger als der schönste Kalender für 2018. Die Konkurrenz war gewaltig. Mehr als 800 Kalender sind dazu eingereicht worden, zahlreiche von renommierten Unternehmen und großen Verlagen, daneben auch auch etliche von freien Autoren.

Der Dresdner Fotograf Matthias Creutziger ist einer von ihnen - vor allem aber ist er derjenige, der nun als einziger aus dem deutschen Osten mit einem „Gregor Photo Calendar Award 2018“ die Heimreise antreten konnte. Am Donnerstag Abend ging der festliche Akt des Gregor Calendar Award in Stuttgart über die Bühne.

Beworben hatte sich der 1951 in der Nähe von Zwickau geborene Fotograf mit seinem aktuellen Fotokalender „¿Que bolá Cuba? – 2018“, den er nach seiner im Frühjahr 2017 erfolgten Kuba-Reise gemeinsam mit dem Grafiker Thomas Walther und der Meißner Druckerei Thomas Thieme realisiert hat.

Thomas Walther und Matthias Creutziger

Thomas Walther und Matthias Creutziger

Quelle: Privat

Angesichts der internationalen Konkurrenz ist es für Matthias Creutziger, der sich insbesondere als Jazzfotograf einen Namen gemacht hat, „eine große Sache“, dass dieser „Gregor“ nun nach Sachsen geht. Hier stand der Fotograf jahrelang im Dienste von Semperoper und Staatskapelle, deren Produktionen und Konzerte er mit künstlerischen Porträts begleitet hat, die stets dem Geist der Musik verpflichtet sind.

Sein Kuba-Kalender mit dem landestypischen Fragewort-Titel „¿Que bolá Cuba? – 2018“, der eine gängige Begrüßungsformel à la „Wie läuft’s?“ zitiert, ist durchweg von einem wachen Blick mit dem Sinn für Details geprägt. Meist sind es mehr oder minder verschmitzte Menschen in alltäglichen Situationen, die in Creutzigers Aufnahmen von der heutigen Lebensweise im Karibikstaat künden. Er habe sich insbesondere durch seinen atmosphärisch dichten Reportagestil stark vom Gros der heute üblichen Kalenderfotografie abgehoben, die mit ihren risikofrei gestellten Aufnahmen zwar eine schicke Hochglanzoptik bedienten, aber nicht selten geradezu „tot“ wirkten, wurde dem Fotografen in Stuttgart attestiert.

In der Jurybegründung liest sich das so: „Wie geht es Kuba, diesem vergessenen Land zwischen den Zeiten? Dieser Frage ging der Fotograf Matthias Creutziger auf einer Reise durch den faszinierenden Karibikstaat nach. Kuba, die Königin der Antillen, hat nichts verloren von ihrem unbändigen Charme und dem ewig pulsierenden Rhythmus des Salsa. Dem Fotografen ist es gelungen, ganz typische Momente des Kuba-Gefühls festzuhalten.“

Creutziger gestaltete bereits 1980 einen Jazzkalender und hat seitdem immer wieder mit herausragenden Publikationen, Büchern und Ausstellungen für Aufmerksamkeit gesorgt.

Von Michael Ernst

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