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Regional Dresdner Bürgermeisterin fordert klare Haltung von Bundesregierung zu „Aghet“
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15:57 26.04.2016
Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) Quelle: ttr
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Dresden

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) erwartet von der Bundesregierung eine klare Haltung im Streit um das Konzertprojekt „Aghet“ zum Völkermord an den Armeniern 1915. Sie dürfe dessen Förderung nicht von EU und der Türkei in Frage stellen lassen. „Kein Maulkorb für die Kunst“, mahnte die Kulturbürgermeisterin am Dienstag in einer Mitteilung. Kunst müsse und dürfe zur Völkerverständigung durch Vergangenheitsbewältigung auch unbequem sein. Zudem stehe die Kunstfreiheit im Grundgesetz unter besonderem Schutz. „Und auch wenn es nicht Jedem passt: Das Grundgesetz gilt auch in Dresden.“

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Türkei auf EU-Ebene wegen der Förderung des im November 2015 uraufgeführten Konzertes interveniert hatte. Es soll am Samstag im Dresdner Festspielhaus Hellerau gespielt werden.

dpa

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