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Regional Doch kein Umzug ins Kraftwerk Mitte? Puppentheatersammlung Dresden noch ohne neuen Standort
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13:29 12.09.2015
Um alle Puppen und Materialien fachgerecht zu lagern und der Öffentlichkeit zu präsentieren, benötigt die Puppentheatersammlung mehr Platz und passende Räume. Quelle: Tanja Tröger

Im Finanzministerium hört sich das jetzt aber ganz anders an. Ende August war im Kulturkraftwerk für die Theaterbauten Richtfest, in reichlich einem Jahr sollen sie in Betrieb gehen.

„Mir liegt dieses Projekt schon seit Jahren am Herzen, denn es ist für Dresden die Chance, sich auch zu seiner Industriekultur zu bekennen und gleichzeitig daraus etwas großartiges Neues zu gestalten. Ich bin sehr interessiert daran, in diesem Umfeld der einzigartigen Puppentheatersammlung ein neues, würdiges Zuhause zu schaffen“, erklärte Stange seinerzeit.

Noch in der Garnisonkirche

Die derzeitige Unterbringung der Puppentheatersammlung in der Garnisonkirche bedürfe einer dringenden Änderung. Die öffentliche Wirksamkeit der Sammlung sei derzeit äußerst eingeschränkt, meinte Stange im Mai. Es könnten momentan nur einige wenige Ausstellungsstücke im Jägerhof zu Lasten der Ausstellungsfläche des dort beheimateten Museums für Sächsische Volkskunst als Interim gezeigt werden.

Bilder einer "Depot-Ausstellung" im Jägerhof:

Im Kraftwerk Mitte würde die Puppentheatersammlung dagegen auf größerer Fläche präsentiert. Zudem wäre sie in unmittelbarer Nachbarschaft des Puppentheaters im Theater Junge Generation in einer adäquaten Umgebung. Deshalb strebe das Kunstministerium im Einvernehmen mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine dauerhafte Unterbringung der Puppentheatersammlung im Kraftwerk Mitte an.

Vier Monate später klingt das Finanzministerium von Ressortchef Georg Unland (CDU) wesentlich zurückhaltender. „Die Überlegungen zur  Unterbringung der Puppentheatersammlung dauern noch an“, erklärte Sprecher Stephan Gößl am Donnerstag auf DNN-Anfrage. In der Öffentlichkeit werde zwar auch der Standort Kraftwerk als „eine mögliche Variante“ erörtert. Allerdings sei zunächst über „eine Bedarfsanmeldung für eine Unterbringung zu entscheiden“. Dieses verwaltungsinterne Verfahren laufe noch.

„Die Standortfrage schließt sich erst an, wenn der Bedarf genehmigt ist und darüber hinaus strukturelle Überlegungen abgeschlossen sind“, fügte Gößl hinzu. Der Sprecher ließ offen, ob damit auch die ungeklärte Nutzung des Japanischen Palais gemeint ist. Im Hinblick auf den internen, noch nicht abgeschlossenen Meinungsbildungsprozess könnten zur Zeit keine weiteren Aussagen gemacht werden, sagte er. Unlands Sprecher machte jedoch klar, dass eine Einordnung des Umzugs in den Landeshaushalt und damit die Absicherung der Finanzierung frühestens mit dem Doppelhaushalt 2017/18 möglich wäre. Im derzeit laufenden Haushalt 2015/16 sei ein Umzug nicht enthalten.

Ingolf Pleil

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