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Dieter Thomas Kuhn feiert in Dresden den Schlager

Im Auftrag der Liebe Dieter Thomas Kuhn feiert in Dresden den Schlager

Ein „Meer“ an Sonnenblumen hätte es werden sollen, ein „mehr“ an Sonnenblumen – und damit auch an Besuchern – hätte es schon sein können. Dieter Thomas Kuhn war einmal mehr "im Auftrag der Liebe" zu Gast in Dresden. Und mit seinen Fans feierte er eine Zeit der schrillen Outfits, der großen Sonnenbrillen und der Schlaghosen.

Dieter Thomas Kuhn

Quelle: Andreas Weihs

Dresden. Ein „Meer“ an Sonnenblumen hätte es werden sollen, ein „mehr“ an Sonnenblumen – und damit auch an Besuchern – hätte es schon sein können. Die rund 3000 Feierfreudigen, die hier an diesem Freitagabend am Königsufer im „Auftrag der Liebe“ zusammenkamen, waren zweifelsohne harte Fans, das sah man schon an der schrill bunten Kleidung, den Sonnenbrillen und Schlaghosen, den Hemden mit Blümchenmuster. Schnell entschuldigte sich Dieter Thomas Kuhn für die halbstündige Verspätung, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es technische Probleme waren, die den Showbeginn hinauszögerten und er selbst schon am Abend zuvor mehr als neunzig Minuten auf die Pet Shop Boys an selbiger Stelle warten mußte, eine Zeit, in der er reichlich dem Bier zusprach.

Dieter Thomas Kuhn hat Dresden einen weiteren Besuch abgestattet. Die rund 3000 Feierfreudigen, die hier an diesem Freitagabend am Königsufer im „Auftrag der Liebe“ zusammenkamen, waren zweifelsohne harte Fans, das sah man schon an der schrill bunten Kleidung, den Sonnenbrillen und Schlaghosen, den Hemden mit Blümchenmuster.

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Das hörte man auch, seine Stimme krächzte so manches Mal, was aber der Stimmung unter seinen Gefolgsleuten keinen Abbruch tat. Die waren hier, um in eine Zeit zu entfliehen, die schon lange zurücklag, eine Zeit der schrillen Outfits, der großen Sonnenbrillen und der Schlaghosen. Eine Zeit der Glückseeligkeit und weltentrückter Schlager-Hits. Die Idee ist nicht neu, aber Dieter Thomas Kuhn hat sie wohl als erster zu einer Art Perfektion entwickelt, sich die Hits aus den Charts gepickt, die auch in den Herzen seiner Fans auch heute immer noch eine Rolle spielen, die Erinnerungen wecken oder einfach nur schön und leicht mitsingbar sind.

Es sind Lieder wie „Schön ist es auf der Welt zu sein“ (bekannt von Roy Black), „Über den Wolken“ (bekannt von Reinhard Mey), „Dschingis Khan“ (bekannt von Dschingis Khan) und „Mendocino“ (bekannt von Michael Holm), um nur einige zu nennen. Auch Gassenhauer wie „Babitschka“ oder „Amore Mio“ durften nicht fehlen. Kuhn brachte sie in seinen eigenen Versionen, die oft langsam begannen, mit Gitarre oder Bläsern, sich dann aber schnell ekstatisch steigerten, zu einem Tempo, das wohl keinen Zuhörer mehr ruhig auf seinem Platz stehen ließ. Rund um den kleinen Laufsteg vor der Bühne wedelten dann die Sonnenblumen und der Sänger kam nach vorn, um seinen Jüngern nah zu sein und einen Zipfel des Lichts zu erhaschen, das die Fans (und natürlich auch der Verfolger) auf ihn warfen. Doch das war lange noch nicht alles.

Dieter Thomas Kuhn hat eine Mission und die lautet: Liebe! Überall sah man Mädchen und Frauen mit Blumen im Haar, selbst die Herren trugen das Abbild einer Sonnenblume auf dem T-Shirt, sofern sie nicht vollständig in die bunten Klamotten der wilden Siebziger gestiegen sind.

Natürlich ist das Areal am Königsufer heute eine Nummer zu groß für Dieter Thomas Kuhn. Alles ist 2017 für ihn ein wenig kleiner geworden: die Zuschauermenge, die in der Luft wedelnden Sonnenblumen, die Partystimmung. Liegt es auch daran, dass sich zur Zeit die Stars in Dresden das Mikrofon von Hand zu Hand reichen? Depeche Mode, Sting, Pet Shop Boys und am selben Abend auch noch Chris de Burgh? Wohl kaum. Denn Kuhn hat seine eigene Klientel, seine Fans wollen mit ihm eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. In diesem musikalischen Segment ist die „singende Fönwelle“ und das „bekennende Brusthaartoupet“ allein in der hiesigen Schlagerwelt. Und so singen seine Jünger gemeinsam mit ihm lauthals „Ich war noch niiiemals in New York“, schunkeln zu „Die kleine Kneipe“ und flüchten für zwei schöne Stunden in eine heile Welt.

Andreas Weihs

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