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Die neue Saison in der Dresdner Kreuzkirche mit Gedenkkonzerten und Orgelfestwoche

Die neue Saison in der Dresdner Kreuzkirche mit Gedenkkonzerten und Orgelfestwoche

Die Mitarbeiter des Musikbüros der Dresdner Kreuzkirche dürfen mit gestärktem Selbstbewusstsein in die neue Saison gehen, für die an diesem Montag der Kartenvorverkauf beginnt.

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Die evangelische Kreuzkirche am Altmarkt ist die bekannteste Kultureinrichtung der Stadt, das hat eine Befragung unter 1700 Menschen bestätigt.

Quelle: Arno Burgi dpa

Immerhin ist die evangelische Kirche am Altmarkt die bekannteste Kultureinrichtung der Stadt; sie rangiert in dieser Hinsicht deutlich vor der Philharmonie und der Staatskapelle. Das haben Wissenschaftler und Studenten des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden bei einer Befragung ermittelt. Unter den auswärtigen Besuchern rangiert die Kreuzkirche in punkto Bekanntheit an dritter Stelle, nach Frauenkirche und Semperoper.

Bei 63,5 Jahren liegt der Altersdurchschnitt der Besucher von Konzerten, Vespern und Gottesdiensten, der Anteil der Rentner bei 69 Prozent. Die Älteren bilden denn auch das Stammpublikum. Besucher beziehen ein eher hohes Einkommen und sind in der Mehrheit besser gebildet. Am zufriedensten zeigen sie sich mit der hohen Qualität des Programms. Das größte Pfund also, mit dem Konzertplaner, Musiker, Dresdner Kreuzchor und Pfarrer wuchern können, wie Jakob Ohme sagt. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Studie beteiligt, bei der von September 2012 bis April 2013 rund 1700 Menschen befragt worden waren, 800 von ihnen gründlicher per Fragebogen. Wer freilich zu großen Teilen fern bleibt, sind die Jüngeren, die 18- bis 24-Jährigen. "Auf diese Zielgruppe müssen alle noch intensiver zugehen", rät Jakob Ohme.

In Sachen Außenwirkung hat die Kreuzkirche inzwischen optisch etwas getan: Sämtliche Banner, Plakate, Veranstaltungshefte und Programmfaltblätter ziert fortan ein neues Logo. War es bislang eine Außenansicht, so ist es nun eine stark stilisierte Kombination aus Innenraum-Draufblick und Kreuz. "Das Unverwechselbare unserer Kirche ist der Innenraum in seiner Schlichtheit und Klarheit", betont Joachim Zirkler. Er wird am 8. September, 10.30 Uhr, aus seinem Amt als Kreuzkirchenpfarrer verabschiedet und geht als Studienleiter ans Zentrum des Lutherischen Weltbundes (LWB) nach Wittenberg.

Höhepunkte unter den etwa 250 geplanten Veranstaltungen in der Kreuzkirche sind Jubiläen. So wird das Fünfzigjährige der großen Jehmlich-Orgel gefeiert, mit einer Festwoche vom 30. Oktober bis 9. November. Kreuzorganist Holger Gehring kündigt eine "bunte Veranstaltungsreihe" an, "bei der alle Facetten der Nutzung einer Orgel von traditionell bis experimentell und von feierlich-ernst bis beschwingt-heiter" zu hören sein sollen. Erscheinen soll dazu auch ein Buch. Historisches über sämtliche Orgeln und Organisten der Kreuzkirche wird darin zu finden sein.

Neben dem großen Instrument stehen vier prägende Musikerpersönlichkeiten mit ihren Jubiläen im Mittelpunkt. Der 100. Geburtstag von Kreuzkantor Martin Flämig, der 125. Geburtstag von Rudolf Mauersberger, der 300. Geburtstag von Gottfried August Homilius, von dem auch später mehrere Werke aufgeführt werden, schließlich der 100. Geburtstag von Kreuzorganist Herbert Collum. Ein in der Kreuzkirche eher ungewohntes Ensemble hat ebenfalls Grund zum Feiern: Die Rockgruppe "Lift" begeht am 21. Dezember ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

Erinnert werden soll ferner an ei-nen kirchengeschichtlichen Mark-stein: die Einführung der Reformation in Sachsen vor 475 Jahren; Anfang Juli 2014 sind dazu Konzert und Festgottesdienst geplant. Aufs Expe- rimentierfeld begeben sich Künstler in der Kreuzkirche im März 2014 mit der Johannespassion. Erstmals werden zu Bachs Musik Balletttänzer auftreten.

Noch in weiter Ferne, gleichwohl im Blick haben alle Verantwortlichen das 800-Jährige von Kreuzchor und evangelischem Kreuzgymnasium 2016. Näher und dringender ist die Sanierung der Treppenhäuser. Etwa einen Million Euro werden dafür gebraucht, wie Christian Behr sagt, als Superintendent von Dresden Mitte zugleich Pfarrer an der Kreuzkirche. Geld dafür soll auch mit Benefizkonzerten gesammelt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.07.2013

Tomas Gärtner

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