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"Die mit dem Prinzen": Beim Deutschen Jugendvideopreis waren zwei Dresdner erfolgreich

"Die mit dem Prinzen": Beim Deutschen Jugendvideopreis waren zwei Dresdner erfolgreich

Im Puschkinhaus in Halle sind am Sonnabend 30 Preise in den Wettbewerben "Deutscher Jugendvideopreis" und "Video der Generationen" vergeben worden. Im Rahmen des Bundesfestivals Video fanden damit die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe ihren Höhepunkt.

Beim Jugendvideopreis wurden Auszeichnungen in den Kategorien Medienproduktionen von Kindern und Jugendlichen bis 25 Jahre, Jahresthema "Animationen & Experimente", Gruppenpreis, Spezialpreis für ein Tutorial über das Filmemachen und Spezialpreis für einen Genremix aus Dokumentar- und Spielfilm verliehen. Beim Jahresthema ging der mit 1000 Euro dotierte 1. Preis an den Dresdner Alexander Herrmann (20) für sein Video "Die mit dem Prinzen". Dessen 5.13 Minuten erzählen eine Märchengeschichte. "Auch wenn zunächst nicht ganz klar ist, was da eigentlich passiert, nehmen der spontane, lebendige Off-Kommentar, die erfrischend anarchischen Animationen und die absurde Geschichte in dem Film von Alexander Herrmann von Anfang an für sich ein", heißt es in der Jurybegründung. "Ein dynamisch inszenierter Trip, der stets verblüfft. Und dessen Humor sehr ansteckend ist."

Auch der mit 600 Euro ausgestattete 2. Preis in der gleichen Kategorie ging nach Dresden, "Watched" heißt das 2.57 Minuten lange Video des 17-jährigen Richard Forstmann. "Überwachung überall. Davon erzählt er in seinem Stop-Motion-Kurzfilm, der eine liebenswerte Figur an all den Kameras um sie herum verzweifeln lässt. Medienkritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger, packt er damit ein aktuelles Thema an und setzt es mit vielen Details um", begründete die Jury. "Eine humorvolle Geschichte über das Ende der Privatsphäre mit der bitteren Botschaft: Auch Flucht ist keine Lösung. Und das regt dann wirklich zum Nachdenken an.

Das Bundesfestival Video findet jährlich statt und will in den Beiträgen eine große Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen abbilden. Dieser Ansatz habe auch Tom Tykwer überzeugt, heißt es, der als künstlerischer Pate Ehrengast der Preisverleihung in Halle war: "Der Unterschied zwischen euren und meinen Filmen ist gar nicht so groß", sagte der erfolgreiche Regisseur. "Wir wollen etwas Unverwechselbares machen. Das gelingt dann, wenn ihr euer Herzblut in den Film steckt, eure ganz persönlichen Geschichten erzählt." Bettina Bundszus-Cecere vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überreichte die Preise.

Das Bundesfestival Video hatte am Donnerstag begonnen. Insgesamt gab es in diesem Jahr fast 800 Einsendungen. Am Eröffnungstag wurden u.a. Filme aus dem regionalen Wettbewerb "Leben in Mitteldeutschland" präsentiert. Die Veranstaltung war im Rahmen des Festivals ins Leben gerufen worden und soll nun dauerhaft in Halle ausgetragen werden. Das Bundesfestival selbst wandert weiter und wird ab 2016 im rheinland-pfälzischen Mainz Station machen.

www.bundesfestival.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.06.2015

K. Leiße

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