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Die Landesbühnen Sachsen stellen ihre Spielzeit 2017/18 vor

Allerlei neues Personal und fünf Uraufführungen Die Landesbühnen Sachsen stellen ihre Spielzeit 2017/18 vor

Die Landesbühnen Sachsen in Radebeul bieten in ihrer Spielzeit 2017/18 unter anderem fünf Uraufführungen. Intendant Manuel Schöbel stellte bei der Präsentation auch den neuen Operndirektor der Landesbühnen, Sebastian Ritschel, vor.

Freuen sich auf Zusammenarbeit ab August: Radebeuls neuer Operndirektor Sebastian Ritschel (l.) und sein Landesbühnen-Intendant Manuel Schöbel.

Quelle: Martin Reißmann

Radebeul.  Es ist die sechste Spielzeitpräsentation von Manuel Schöbel. Diesmal war er noch gelassener als sonst und überließ seinem Nachbarn den einführenden Part: Sebastian Ritschel wird an 1. August neuer Operndirektor der Landesbühnen Radebeul. Sein Vorgänger, Jan Michael Horstmann, zuvor von 2004 bis 2013 Generalmusikdirektor des Mittelsächsischen Theaters Freiberg, sucht sich ein neues Orchester – und gehört wohl in Görlitz bei der Neuen Lausitzer Philharmonie zu den drei favorisierten Kandidaten.

Ritschel kennt dieses sehr gut, ist er dort doch der prägende Regisseur der letzten Dekade, erst Ende Mai feierte das Musical „The Producers“ Premiere. Neun Spielzeiten war er am Görlitzer Hauptmann-Theater Musikdramaturg mit zwei Regiearbeiten jährlich, der Weg in die Freiberuflichkeit vor einem Jahr mit Umzug nach Münster endet nach vier Inszenierungen – so Händels Oper „Alcina“ in Münster und „Cabaret“ in Magdeburg – nun recht rasch wieder in Sachsen.

In Radebeul hatte der gebürtige Düsseldorfer vor zwei Jahren mit Verdis „Maskenball“ und im vergangenen Oktober mit seiner Version von „A Streetcar named Disere“ erste, offenbar nachhaltige Zeichen gesetzt. Nun liefert der Sondheim-Fan zwei der vier Musiktheaterpremieren, zuerst am 27. Oktober dessen „Company“ als Regisseur und Ausstatter in der musikalischen Leitung von Hans-Peter Preu und der Choreographie von Till Nau. Danach wird er noch im Januar kommenden Jahres „Tschick“ als Road opera von Ludger Vollmer nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf servieren.

LANDESBÜHNEN-PREMIEREN 2017/18

Schauspiel
„Willkommen“, Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, Premiere 30.9.
„Die Vermessung der Welt“, nach dem Roman von Daniel Kehlmann, 14.10., Theater Meißen
„Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, Bertolt Brecht, 25.11.
„Das Geheimnis der Hebamme“ (UA), Bühnenadaption des Romans von Sabine Ebert, 8.6.2018, Felsenbühne Rathen

Oper
„Company“, Musical von Stephen Sondheim & George Furth, 27.10.
„Der Besuch der alten Dame“, Oper von Gottfried von Einem, 26.5.2018

Tanz & Kinder
„Fly sein“ (UA), Tanzabend junger ChoreografInnen (ab 13), 18.01.2018, Studiobühne
„Das Schwanensee-Märchen“, Tschaikowski (ab 5), 25.1.2018, Studiobühne
„Einmal Weltraum und zurück“, Science-Fiction-Schattenspiel (ab 9), 3.2.2018, Studiobühne
„Pandora“ (UA), Schauspiel von Christopher Weis (ab 14), 20.4.2018, Schulproduktion
„Boléro“ (UA), Dreiteiliger Tanzabend, Musik Maurice Ravel, 28.4.2018
Alle Premieren: www.landesbuehnen-sachsen.de/theater-radebeul/premieren/alle/

Ansonsten ist der Spielplan 2017/18 üppig wie gewohnt und bietet 26 Premieren, darunter 13 im Schauspiel und vier im Tanz an. Elf davon werden auf der großen Bühne, acht auf der Studiobühne und vier außerhalb Premiere feiern. Von den fünf Uraufführungen, davon drei in der Tanzsparte, gönnt sich Regisseur Schöbel die spektakulärste selbst: Sabine Eberts Mittelalterroman „Das Geheimnis der Hebamme“ bekommt eine Theaterfassung von Odette Bereska und wird im Juni 2018 auf der Felsenbühne Rathen Premiere feiern, um dann sicher bei den Meißner Burgfestspielen zu reüssieren.

Außerdem geht er nach einer Idee seiner Chefdramaturgin Gisela Kahl nach und bietet im April und Mai 2018 einen „Radebeuler Bilderbogen“ an fünf Stationen der Stadt. Oberspielleiter Peter Kube, der ebenso wie Tanzdirektor Carlos Matos bei der Präsentation fehlte, hat ebenso zwei spannende Aufgaben von Brecht und Shakespeare übernommen: „Der aufhaltsame Aufstieg von Arturo Ui“ (Premiere am 25. November) sowie „Ein Sommernachtstraum“ (10. März 2018).

Die kleinste Sparte, das Ein-Frau-Figurentheater von Franziska Merkel, bietet mit „Einmal Weltraum und zurück“ ein Science-Fiction-Schattenspiel für Leute ab Neun (Premiere: 3. Februar 2018). Der größte Verlust im Schauspielensemble ist mit Sicherheit Cordula Hanns, die das Haus verlässt. Auch Olaf Hörbe bekommt im Sommer einen großen Abschied samt Blumenstrauß auf der Felsenbühne, weil er in den Ruhestand geht – er wird aber als Gast rasch zurückkehren. Ein neuer lyrischer Sopran für die scheidende Miriam Sabba ist schon verpflichtet: Kirsten Labonte.

Was nach drei Versionen künftig ausfällt, ist das Theaterspektakel, welches die Titel Irrtümer I bis III trug, dafür wartet am 23. September wieder ein klassisches Theaterfest zur Spielzeiteröffnung. Für Spielzeitzahlen ist es für die Landesbühnen im Juni natürlich noch viel zu früh, ist doch die Felsenbühnensaison noch im ersten Drittel. Aber „Winnetou I“ läuft sehr stark, freut sich Schöbel. Im nächsten Jahr plant er in drei Blöcken die Ehrung zu 80 Jahren Karl-May-Stücke in Rathen. Dabei soll diese Inszenierung mit allen verfügbaren Winnetous und Old Shatterhands (also deren Darstellern) als Gästen angereichert werden.

Von Andreas Herrmann

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