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Die Berliner Kombo MiA. läutet das diesjährige Dresdner Stadtfest musikalisch ein

Die Berliner Kombo MiA. läutet das diesjährige Dresdner Stadtfest musikalisch ein

Das diesjährige Dresdner Stadtfest verspricht ein musikalisches zu werden. Neben Johannes Oerding und Keimzeit gibt sich auch die Berliner Kombo MiA. ein Stelldichein.

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Mit ihrer Band MiA. lässt Mieze Katz im Rahmen des Dresdner Stadtfestes die Moleküle tanzen.

Quelle: Carola Fritzsche

Im Vorfeld haben die DNN mit MiA.-Frontfrau Mieze Katz und dem Bassisten Bob Schütze gesprochen - über das neue, nunmehr sechste Werk "Biste Mode", ihre Verbindung zu Dresden und die Zusammenarbeit mit Polarkreis 18-Sänger Felix Räuber.

Frage: Ihr kommt in diesem Jahr gleich zwei Mal nach Dresden. Zum einem am 14. August während des Stadtfestes, zum anderen am 10. Oktober im Rahmen Eurer Tour in den Beatpol. Habt Ihr Verbindungen zur Stadt?

Mieze Katz: Eine vernünftige Tour ohne Dresden ist nicht drin. So ist es einfach. Wobei wir dieses Jahr recht früh spielen. Ich bin es eigentlich gewohnt, im November zu kommen und über den Striezelmarkt zu laufen und in die Altmarkt-Galerie zu gehen, um mir alberne Hüte zu kaufen. Ich habe aus Dresden schon Weihnachtsgeschenke ohne Ende rausgeschleppt. Hier gibt es immer etwas zum Staunen und zum Gucken, zum Beispiel die Passage mit dem Goldenen Reiter. Das ist für mich auch Dresden: eine Mischung aus jung und modern und links und rechts entwickeln sich die Galerien und die Kultur. Aber über allem schwebt die Geschichte dieser Stadt.

Eine Verbindung zu Dresden ist auch die Zusammenarbeit mit Polarkreis 18-Sänger Felix Räuber, der auf dem neuen Album mitwirkt. Wie kam es dazu?

Mieze Katz: Wir kennen die "Polarkreise" schon sehr lange, haben zusammen auch schon ein Proberaum-Konzert gegeben. Es gibt also ohnehin eine Bandconnection. Und dann haben wir ihn einfach für das Duett "Schick mich" angefragt und da Felix gerade nach Berlin gezogen ist und Zeit hatte, hat er sehr schnell ja gesagt.

"Biste Mode" ist Euer sechstes Album. Wie würdet Ihr es beschreiben?

Bob Schütze: Für mich persönlich ist es einen Hauch elektronischer geworden. Die Elektronik hat uns von Anfang an begleitet, aber wir haben sie hier ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt und uns bewusst an den Stilelementen elektronischer Musik bedient. Den Rest von MiA., der auch in uns steckt, haben wir aber auch ausgelebt.

Mieze Katz: Auf diesem Album kann man sehr gut unsere Wurzeln heraushören, weil es einfach sehr bunt geworden ist.

Bunt geht es bei Euch ja ohnehin meist zu, sei es auf dem aktuellen Albumcover oder in Euren Videos.

Mieze Katz: Das stimmt. Es ist ein Ausdruck von Lebensfreude. Ein "Ja" zum Leben. Darum ging es schon immer bei MiA. Das erleben wir auch beim Feedback von unseren Fans. Da heißt es oft: "Danke, dass Ihr für mich da seid. Danke für Eure Unterstützung." Das war uns am Anfang gar nicht bewusst. Es scheint einfach in uns zu stecken, Menschen Kraft geben zu wollen. Das ist der rote Faden bei MiA. Wir sind ein Kraftort und das ist auch völlig in Ordnung so.

Der Albumtitel "Biste Mode" lässt Raum für Interpretation. Was meint Ihr damit?

Mieze Katz: Die ursprüngliche Bedeutung ist ja eher negativ: Jemand hat Dich auf dem Kieker. Es kann aber auch heißen: Thema sein, im Fokus sein, Trend sein. Den negativen Aspekt hat es für mich verloren, obwohl ich es aus meiner Kindheit so kannte.

Bob Schütze: Ich kannte die Originalbedeutung gar nicht, habe aber einen Faible für Kneipenlyrik, wie "muss ja" oder "da kannste nicht meckern". Das Spiel damit finde ich schön.

Ihr engagiert Euch seit Jahren gegen Rechtsextremismus. Haben Euch die aktuellen Ereignisse rund um Pegida zweifeln lassen, nach Dresden zu kommen?

Bob Schütze: Nein, das hat für diese Entscheidung keine Rolle gespielt. Aber natürlich denkt man darüber nach. Ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die diese Meinung bilden und Dresden ist dafür jetzt quasi das Aushängeschild. Aber es ist nicht das komplette Dresden. Es ist ein schwieriges Thema, manche Ansätze kann ich verstehen. Alle sollen ihre Meinung haben. Aber wir brauchen mehr Vielfalt.

Mieze Katz: Je mehr Acts hierher kommen und für ein buntes Miteinander stehen, umso größer ist die Inspiration für jeden, der das sieht. Die meisten Leute in Dresden wissen, dass die Stadt auch von ihren Gästen lebt. Wir würden Dresden niemals meiden. Zu unseren Konzerten kommt immer ein bunter Haufen und die Dresdner wissen auf jeden Fall, wie man feiert.

MiA. geben am 14. August, 21.30 Uhr, auf der Hauptbühne (Theaterplatz) den musikalischen Startschuss für das diesjährige Dresdner Stadtfest. Es folgen am 15. August Johannes Oerding sowie am 16. August Keimzeit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.07.2015

Christin Grödel

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