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Der Dresdner Musiker Norbert Anger spielt auf einem wertvollen Cello des Deutschen Musikinstrumentenfonds

Der Dresdner Musiker Norbert Anger spielt auf einem wertvollen Cello des Deutschen Musikinstrumentenfonds

Mit Höchstpunktzahl ist der Dresdner Musiker Norbert Anger als Sieger aus dem 22. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds hervorgegangen. Der 26-jährige Cellist, seit Beginn der laufenden Spielzeit Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden, konnte die Jury bereits zum zweiten Mal überzeugen.

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Norbert Anger mit dem wertvollen Guarneri-Cello aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, das er weitere zwei Jahre spielen darf.

Quelle: David Ausserhofer

Damit steht ihm ein Meistercello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, gebaut in Cremona 1691, für weitere zwei Jahre zur Verfügung. Das Instrument ist eine treuhänderische Eingabe in den Fond durch die Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung.

Insgesamt hatten 57 junge Musiker aus ganz Deutschland in Hamburg um 46 von der Deutschen Stiftung Musikleben verliehene hervorragende Geigen, Bratschen und Celli gespielt. Stiftungs-Präsidentin Irene Schulte-Hillen zeigte sich beeindruckt vom überwältigenden Niveau der diesjährigen Teilnehmer und erklärte, wie wichtig ein passendes Instrument für aufstrebende Künstler ist: "Nur ein hervorragendes Instrument ermöglicht die uneingeschränkte Weiterentwicklung eines jungen Musikers und gibt ihm bessere Chancen, um international bestehen zu können."

Norbert Anger, 1987 in Freital geboren, war Eleve des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber Dresden, bevor er zum Studium in der Klasse von Prof. Wolfgang E. Schmidt an die Universität der Künste Berlin ging. Musikalische Impulse erhielt er zudem durch Meisterkurse bei David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis. Bereits in frühen Jahren machte er als Sieger der Internationalen Cellowettbewerbe "Vibrarte" in Paris sowie "Domenico Gabrielli" in Berlin auf sich aufmerksam. Seit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2010 und als Preisträger der größten und renommiertesten Wettbewerbe weltweit - des PAULO Cellowettbewerbes Helsinki, des Concours Rostropovich Paris sowie des Tschaikowski-Wettbewerbes Moskau - tritt er auch auf internationalen Konzertpodien in Erscheinung. Schon während des Studiums war Anger Mitglied der Orchesterakademie der Sächsischen Staatskapelle.

Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Musikleben fördert seit 1962 bundesweit den Spitzennachwuchs in der klassischen Musik durch Instrumentenleihgaben, mit Konzertauftritten im Rahmen von Kooperationen mit Musikfestivals und großen Orchestern sowie mit Stipendien und Patenschaften.

Der Deutsche Musikinstrumentenfonds ist eine gemeinsame Initiative mit der Bundesrepublik Deutschland und hat zum Ziel, jungen hochbegabten Musikern edle Streichinstrumente zu verleihen. Unter den Meisterwerken des Fonds befinden sich sowohl historische Raritäten von Gagliano, Guarneri oder Stradivari als auch von der Stiftung in Auftrag gegebene Instrumente renommierter europäischer Geigenbaumeister. Einmal im Jahr werden die Instrumente im Rahmen eines Wettbewerbs vergeben. Die Preisträger erhalten ein Instrument zunächst für ein Jahr, können sich aber bei entsprechender Leistung in den Folgejahren eine Verlängerung der Leihfrist erspielen.

Spätestens mit 30 Jahren jedoch endet die Leihfrist, um der nächsten Generation die Chance zu geben, auf einem der Schätze zu musizieren. Zu den bekanntesten ehemaligen Preisträgern des Fonds gehören die Geigerinnen Julia Fischer, Baiba Skride und Viviane Hagner oder die Cellisten Julian Steckel und Nicolas Altstaedt. Die ehrenamtlich geleitete Stiftung steht unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und finanziert ihr Programm allein über private Spenden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2014

DNN

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